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oben aus Dielen bestehenden Deckboden g, bat ein Geländer fr F. 15., worin die Ein-«nd Ausfahrt* i und in (f. 17.) mit einem runden Holze (zur Sicherheit der Personenund pferde) verschossen wird. Die zwey Masten rr (rig. 15.) werden, vermittelstden netten n und re, o und o und p, p, welche letztem zugleich Leitern bildenin lothrechter Stellung gehalten.
In der Mitte einer solchen Fähre liegt bey a. (Fig. 15. 10. 1 ?.) eine walze,(palwalze genannt) über welche das Zugseil ( Gierseil ) b F. 17. läuft, welches etwa diedoppelte Breite des Flusses lang ist, und sich zwischen die 2 Riegel du. e (f. 16.)frey hin und her bewegen kann. Dasselbe liegt auf die in fünf bis acht unten scharfdas ist mit einem Eiei gebauten Nachen , Boten oder Kähnen, festgestellten eisernenGabeln , von denen es also getragen wird. Ein so langes und schweres Seil könntenämlich nicht frey schweben , und andern Theils würde es ins Wasser tauchen , daes niemals grade gespannt werden kann ; es würde also (vom Strome) einen nichtzu überwindenden widerstand erfahren , ja auch wohl an wurzeln , die das hohewasser mitführt, oder an Steinen, hangen bleiben und zerreifsen. Es mufs also voneinigen Nachen, (Böten) die man Giernachen nennt, getragen werden**). Von demletztem oder obersten Nachen (Bugnachen) ab ist dieses seil an eine Kette geknüpft,die an die mitten im Flufs liegenden drey Anker befestigt ist , wovon das eine An-ker (im Rhein ) 450 bis 500, und die Nebenanker zusammen ÖOO Pfund wiegen.Der Pdng, worin sieh die drey Ketten der drey Anker vereinigen, ist der Bewegungs-punkt der fliegenden Fähre. So wie diese sich in der Quere des Flusses bewegt, be-wegen sich alle die erwähnten Nachen. Drey Anker sind aber nicht nur der Sicher-heit wegen , sondern auch deswegen nothwendig, weil ein Anker, durch die abwech-selnde Bewegung der Fähre, von dem rechtseitigen zum linkseitigen Ufer, oder von diesemnach jenem, das Anker von seiner stelle bringen, und die Fähre auf diese Weise seineDrehung bewirken miifste. Die auf die Tragnachen, welche etwa auf 50'Entfernungliegen, in die Mitte gestellten Gabeln müssen so hoch seyn, damit das Gierseil ***)nicht die Spitzen der Nachen berührt, aber die Gabel darf auch nicht viel höherstehen, sonst schlägt der Nachen um. Alle diese Nachen müssen aber stark undgrofs genug seyn, um die Gierkette oder das Gierseil zu tragen, und der BUgnachenmufs stärker als die übrigen seyn» Das Giei'seil B. (Fig. 16.) wird aber vermittelstder Pahlwalze a. angezogen oder nachgelassen, je nachdem es nothwendig ist, die-ses Seil zu verkürzen oder zu verlängern. Verkürzt mufs dasselbe, z. B. beym nie-drigen Wasserstande werden, weil dabey die strombreite abnimmt. Auf dem vordertheil der Fähre stehen zwey Winden, d. d, (Fig. 16. u . 17 .); von einer solchen Winde»wird beym Ueberfahren ein Seil ans Ufer geworfen, das man um einen Pfahl schlingt,
*) Diese Ketten Baben lange Gelenhe, che mittelst Ringe verbunden sind.
**) Gieren heifst nämlich queer über den Strom fahren oder steuern.
***) Zuweilen gebraucht man auch statt eines Seiles eine Kette.