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Diese ist demnach -/g- der Tragkraft des Steins §. 3Q3. gleich; also ist die drückendeKraft sehr, geringe, und läfst eine ewige Dauer erwarten, weil der Stein aller Witte-rung und dem Froste widersteht.
Damit die pfeiler sich nicht senken, so werden unter jedem pfeiler Fig. 13.137 Grundpfähle mit 1300 i’f'und schweren Kammklötzen eingerammt. Bey dem recbtsei-tigen Pfeiler erhielt jeder pfähl, im Mittel 2000 schlage, und in der letzten Hitzevon ÖO Schlägen rückten die Pfahle nur noch 2 bis 4 Linien. Die spitze eines jedenPfahls ist mit einem 20 pfund schweren eisernen Pfahlschuh umgeben worden. Diesekiefernen Pfähle stehen 18 bis vier und zwanzig schuh in den festen Grund; nachsiaafsgabe ihres Einrückens war der Ingenieur berechtigt zu schliefsen, dafs sie meh-rere Zoll in festes Gestein eingedrungen sind, welches wahrscheinlich Nagelflue ist.Wenn man die Fufslage m Fig. 4. der pfeiler liiitrechnet, so hat jeder Grundpfahleine Last von 520 Centner zu tragen, die sehr unbedeutend ist. *) Man gieng beymEinrammen der Grundpfähle mit solcher Vorsicht zu Werke, dafs, wenn gleich einigemit der zehnten Hitze nur noch zwey Linien mit ÖO Schlägen in den Grund ein-rückten , das Kaminen dennoch fortgesetzt wurde, weil das Gemäuer der eingestürz-ten Brücke durchstofsen werden mufste; bey der 30stea Hitze rückten sie dannwieder mehrere zoll (einer acht Zoll), bis sie vierzehn Schuh in den damaligen fe-sten Grund eindrangen. Jetzt stehn sie bis 24 Schuh darin, weil der Raum um denPfeiler durch zwey Hochgewässer, mit Kiesel und mit grofsen Steinen ausgefüllt ist. ManWar daher' gcnöthigt, dieselben 5' tief auszubaggern, um den Rost legen zu können.
Wie die Gewölbsteine gelegt werden sollen, zeigt die 55ste Figur Tab. 130.,woraus hervor geht, dafs die untern sieh an die, über den pfeiler gestellten Werk-stücke , vollkommen anlehnen ; bey den stützlagen des Gewölbes wird man sich übri-gens nach der Gröfse der steine richten : so werden z. B. manche Stützsteine über denganzen pfeiler reichen. Die Construction des Lehrgerüstes Fig. 53. Tab. 130. wirdbey der Materie von den Lehrgerüsten erklärt.
Die weite Entfernung der Steinbrüche , so wie die öftern Anschwellungen derIsar setzten im Frühling und Sommer 1814 dem isau grofse Hindernisse entgegen.,und die Hochgewässer füllten den Bezirk , wo der rechtseitige Pfeiler (jetzt) im julyaufgeführt wird, und eine Tiefe von 10 Fufs statt fand, zweymahl mit Flufskiesel.Zur Absägung der Grundpfähle unter Wasser w T ar der ganze Raum des Grundbauesin der Mitte Juny, bis fünf schuh unter dem niedrigsten Wasserstande, mit grofseneisernen Schaufeln ausgebaggert worden, aber ihn füllte abermahls ein Hochwassermit Kiesel, und man bewirkte diese langsame und kostbare Ausbaggerung zum zweyten-mahl. Endlich waren am 11. July die pfähle genau wagrecht, fünf Fufs unter demäamahligen Wasser abgesägt; am nämlichen Tage wurde der §. 378. sbeschriebene
) Man Lann hierüber im zweyten Bande S. 445. die nähern Beweise fmcTen ; welche zeigen, dafsdie Pfähle eine vier und vierzig mahl gröfsere Last tragen können. So trägt z. B. auch schonbey der Brücke von Mantes ein Grundpfahl der Pfeiler JÖOO Centner. 'Siehe 2- Band Seite 582.
III. Band. fin