Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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beschrieben habe, vollkommen dem Druck des Gewölbes widerstehen könne. Ja!dafs der aus drey Curven übereinander bestehende, und alle sechs Fufs unter demGewölbe zu wiederholende hölzerne Bogen abc schon allein hinreichend sey, die Last desGewölbes zu tragen. Nun wird derselbe aber noch durch den spannriegel mm, disnängesaulen se, Be, den stützen g und h, und den stützstreben//, so wie von

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den windruthen, ganz ausserordentlich verstärkt, welche Theile, wie ich bey derErklärung der con'struction gezeigt habe, ihre Lage nicht verändern können; daherzur Stabilität oder Tragkraft des Lehrgerüstes wesentlich bey tragen. Die aus dieserneuen Consiruclion der Lehrgerüste resultirenden vortheile sind folgende: l) Kann«ich dieses Lehrgerüste (Fig. 53.) in den Schenkeln um so weniger setzen, als seineMitte b vor dem joche und dem Rundnagel a unveränderlich gehalten wird, denndie mittlere verbindungsschwelle u wird von dem pfahljoche festgehalten, und dieschwächsten Theile der GewÖlbschenkel sind mit dem Spannriegel rn m auseinandergehalten, und gehörig unterstützt; alle Theile des Lehrgerüstes sind daher unverän-derlich. 2) Bleibt bey grofsen Bögen, wozu ich diese Art Lehrgerüste vorzüglichbestimme, fast die Hälfte der Bogenöffnung für den Durchgang des Flusses frey.3) Mufs das Lehrgerüst seine lothrechte Stellung' durch die Anbringung des Jochesund der windruthen behalten. 4 ) Kann man nach Vollendung des Gewölbes mit densechs Rippen, zwey hölzerne Bogen, einer nach meiner Construction flufsabwärtsanzulegenden Brücke verfertigen, dazu auch die Spannriegel und stützstreben ver-wenden , und endlich werden grofse Summen dadurch erspart, dafs man 0 zu dieserArt von Lehrgerüsten nur die Spannriegel m rn und die Stützstreben aus Eichenholz,alles übrige aber aus Lerchen -, Kiefern - oder Fichtenholz bestehen lassen kann,wo man bisher, die zu grofsen Brücken - Bogen erforderlichen Gerüste nur aus Ei-chenholz verfertigen konnte. Auch kann man zu einer nach meiner Constructionzu erbauenden Bogenbrücke die schrauben des Lehrgerüstes verwenden. So kostet?also ein Lehrgerüst dieser Art nur dessen Errichtung, das Einrammen des stützjoches,und die Unterlagklötze: denn selbst die Unterlagbalken werden zu meinen EOgenbrii-cken angewendet. Ich schmeichle mir daher: mit dieser construction, wesentlich zurBeförderung des Baues steinerner Brücken, beygetragen zu haben.

§. 411 . Bey einen sehr grofsen Bogen von 200 Schuh wird man genöthigtseyn , das Lehrgerüst mit einem steinernen Pfeiler zu unterstützen, und bey nochgröfsern Bögen mit zwey bis 3 Pfeiler, welches man bereits bey weit kleinern Bögender Brücken von Lavaur und Gignac gethan hat, wie diefs bey der Beschreibung die-ser Brücken angeführt ist. Eine Methode, die aber Perronet bey Bögen von 1 50 FufsOeffhung mit Recht für unnöthig hält; er räth nämlich: die Lehrgerüste dazu mit 3 Pfahl-reihen (auf 10'Abstand) eine Reihe in der Mitte angebracht, zu unterstützen, welches erbey der von ihm entworfenen Brücke von Melun , zu thun willens war; worüberman in seinen Oeuvres p. 333. nachsehen kann. In dessen Memoire sur la recher-III. Band. 8Ö