DIE RÖMISCHEN GEOGRAPHEN.
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Solodurum, Yindonissa, u. a. wurden im Styl römischerArchitectur umgebaut und vergrössert, mit Tempeln, Ther-men , Arenen und Theatern geziert. Das als Hauptstadt blü-hende, an Grösse unsere schweizerischen Städte überragendeAventicuin besass eine höhere Schule und ein Collegiumder Arzneikunde. Die Heilquellen von Baden halten die An-lage einer Landstadt, „Aqurn“, eines festen Schlosses, ); Ca-stellum Thertnarum und eines Tempels der Isis veranlasstund wurden von Einheimischen und Fremden besucht. Auchdie schwachen Thermalquellen bei Kbredunum scheinen dieRömer benutzt zu haben.
Es ist nicht bekannt, dass während dieser langenFriedenszeit römischer Oberherrschaft, Einheimische, Helve-tier oder Römer, sich bemüht hätten, die Natur des Landesund seiner Erzeugnisse näher kennen zu lernen. Dass baldnach Caesar diese Landeskenntniss bedeutende Fortschrittemachte, erfahren wir aus secundären Quellen, die Mir nichtbis zu ihrem Ursprung verfolgen können, der doch nur imLande selbst gesucht werden kann, und die reichhaltigstenderselben gehören den ersten Zeiten nach der Besitznahmedurch die Römer an, als die Landeskenntniss der letztemnoch nicht beträchtliche Fortschritte gemacht haben konnte.
4. Die römischen Geographen.
Nur aus Mittheilungen landeskundiger Männer erklärensich die genaueren Angaben, die wir bei den Geographender Kaiserzeit, vor allen bei dem gründlichen Strabo 1 )finden. Oefters beruft sich derselbe auch auf seinen Yor-