DIE RÖMISCHEN GEOGRAPHEN.
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zu bezeichnen. Schon l’linius ') erwähnt der G rajischen,Pwninischen, Carnischen u. a. Theile der Alpen undnennt den Mons Vesulus (M. Viso) den höchsten Gipfel derAlpen . Strabo spricht von dein Gebiet des Königs Cottius nach welchem die Alpen vorn Vesulus bis zum Mont Cenisbenannt wurden. Tacitus nennt die Alpes Grajte, einName, der sich auf den mythischen Kriegszug des Herculesund seiner Griechen bezieht; es führte durch sie eine Mili-tärstrasse, Cr emo ni s jug um ,' 1 ) (Cramont?), die man amKleinen Bernhard wiederfindet. Auf sie folgen die AlpesPenninw , von Tacitus und Livius erwähnt; letztererfuhrt auch die Benennung des Gebirges richtig auf den Na-men der auf dem Berge verehrten Gottheit zurück. An diePenninischen Alpen schüesst sich das von Strabo genannteAdulagebirge und weiter östlich nennt Tacitus , nachdem vor ihm bekannten, anwohnendeu Volksstainme, dieRhwtischen Alpen.
Man hatte schon frühe versucht, die Länder und Meerebildlich durch Karten oder Globen darzustellen, allein diebeschränkte und durch Fabeln entstellte Kennlniss entfern-terer Gegenden, das Unzuverlässige, nach den Angaben vonSchiffern und Reisenden die relative Lage der Orte und ihreOrientation zu bestimmen, die Schwierigkeit endlich derProjection grösserer Stucke einer Kugelfläche auf eine Ebenegaben diesen Bemühungen geringen Erfolg. Die Karten undGloben der Griechen und Römer sind nicht bis zu uns ge-kommen, wir kennen sie nur aus den Nachrichten gleich-zeitiger oder späterer Schriftsteller; doch hat man mehrfachversucht, nach den Angaben der Alten die Karten wiederzu zeichnen.