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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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J. I. SCHEl'CHZKR.

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matik, und erst 1733, nach dein Tode Muralls. nur fürwenige Monate, die höhere Lehrstelle der Physik und desersten Stadialstes (Archiater). Seit 1097 war Sch. Mit-glied der Acad. Nat. Cur., seit 1704 der Loyal Society undanderer gelehrter Gesellsehalien. Er stand in (ieissigemBriefwechsel mit Woodward, Sloane, Mariotti, Maraldi u. A.,die ihn vielseitig zur Beantwortung von Fragen über Meteo-rologie, Hydrographie, Petrefaclenkunde und anderer Zw eigeder physischen Geographie anregten. Die an ihn und seinenBruder gerichteten, in Zürich aufbewahrten Briefe füllenüber 50 Quarthände. Nebst einer grossen Zahl von Ab-handlungen in verschiedenen Gesellschafls- oder Zeitschrif-ten, war er Verfasser von 34 kleineren oder grösserenWerken, unter denen mehrere sieh speeieil auf die Schweiz beziehen. Zu diesen gehören : die früher erwähnten Wochen-blätter, die er gesammelt herausgab, als Beschreibung derNaturgeschichten des Schweizerlandes, 3 Vol. 1°, 1706-1708. Kine Fortsetzung in 3 Quartbänden enthält 1) llelcetiwStoicheiographia etc. oder Beschreibung der Elementen,Grenzen und Bergen, 1716, 2) llydrographia helcel ., 1717,3) Meteorologin et Oryctographia helcel. , 1718. Eine neue,wenig veränderte Auflage dieser letzteren Bände erschienmit mehreren Zugaben als Naturhislorie des Schweizer-landes , 3 Vol. 4°, 1752; eine Umarbeitung der früherendrei Bände und der Leisen, durch Georg Sulz er, alsJ. Scheuchzers Naturgeschichte des Schweizerlandes,sammt seinen Beisen etc., 2 Vol. 1°, 1 716.

Die Itinera alpina, i Vol. 1", Lugd. Bat. typis etsumplibus Petri Van der Au, 1723, mit Kupfern und Karten,enthalten eine lateinische Ausgabe von 0, thei's früherdeutsch erschienenen, theils neuen Leisen, und sind vonallen Arbeiten Scheuchzers wohl am meisten benutzt worden.Es zeigt sich hier, wie bei den Voyages von de Saussure u. a. Werken, dass die leichte Form der Leisebeschreibung