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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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222
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DRITTKS BUCH.

seines Vaterlandes zugewendet, und in zwei Werken, demAbrege de l'ltisl. ecclesiast. du Pays de, Vaud , besondersaber in seiner grossen Arbeit, llistoire de la reformalionde la Suisse, der Kirchengeschichle der Waadt eine festeGrundlage gegeben. In dem ersten Werke bandelt ein Ab-schnitt von der Etymologie der waadlländisclicn Ortsnamen,wobei, wie gewöhnlich, das Cellische über Gebühr in An-spruch genommen wird. Die schweizerische Topographieverdankt Rucliat Les delices de la Suisse par le Sieur Golt-lieb liypseler de Münster , I7ii, f Vol, mit 75 Kupfertafeln.Er hatte das Werk unter einem pseudonymen Namen er-scheinen lassen, weil er sich über die gegen jede Bemer-kung sehr empfindliche Berner Regierung, über die Toggen-burgerhändel, die Nuntiatur in Luzern u. A. etwas frei und,nach K. v. Haller, mit Unkenntniss der Thatsachen undParteilichkeit, ausgelassen hatte. Die Kupfer und Kartensind aus Merian's Topographie entlehnt. Der ApothekerJean Consta n t de Rebecque (1655-1730) war ein eifrigerBotaniker und Verfasser mehrerer Werke über Chemie undPharmacie. Er war uberzeugt, dass die Schweiz alle Pflanzenerzeuge, die zur Heilung jeder Krankheit ihrer Bewohnererforderlich wTiren und bediente sich niemals ausländischerMedioamente. Auch Seigueux de Correvon (f 1776)verdient Erwähnung, als vielseitig betheiligt bei allen ge-meinnützigen Unternehmungen, Verfasser verschiedener re-ligiöser und juridischer Werke und vieler Artikel in dendamaligen Zeitschriften, der Bibi, llalique, dem Mercuresuisse, den Muses hekeliennes u. s. w. In der letztgenanntenZeitschrift, worin fast alle Artikel von ihm herruhren,steht von ihm eine Reise in den Waautländer Jura, worin,in Prosa und Versen, das Thal des Lac de Joux beschrie-ben wird. Alexandre Genevois (1722-1766) besassbedeutende Kenntnisse in der Mathematik, Mechanik, Optik,Musik, und glaubte eine für die Schifffahrt wichtige Ent-