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DRITTES Bl'CII.
sehr empfindlich über den, einzelne Zweige der Verwaltungbetreffenden, wie man behauptete, unbegründeten Tadel.
Auch der berühmte Joseph Addison (1672-1719)schrieb Remarks on several parts of Italy and Swilzerland,made in i70l-i703, welche auch französisch erschienensind. Sie treten nicht ein auf Naturverhältnisse. Addison wundert sich über den in der Schweiz noch allgemein ver-breiteten Aberglauben und die Verfolgung von Hexen.
William Burnet (1688-ungef. 1730) dritter Sohnvon Gilbert Burnet , Bischof von Salisbury , des Freundes vonWilliam III. , schrieb an Hans Sloane einen in den Philos.Trans, von 1709 eingerückten Brief über den Gletscher inGrindelwald , worin er, wie einige Jahre vor ihm Scheuch-zer, das Wachsen der Gletscher dem einsinternden und wiedergefrierenden Schneewasser beimisst.
Henri de Bouviere, Conseiller et Pharmacien duRoy, ein in Naturwissenschaften wohl erfahrener Mann, be-reiste Frankreich und die westliche Schweiz in den Jahren1703 und 1704, besuchte die Gelehrten und Sammlungender Hauptstädte und war aufmerksam auf die natürliche Be-schaffenheit des Landes. Seine Beschreibung Voyage du lourde la France, i713 , erschien erst nach seinem Tode.
Jean Mabillon (1632-1707) der hochverdiente Be-nedicliner von S. Maur, Begründer der Diplomatik, besuchteauf seiner durch Colbert angeordneten gelehrten Reise, 1683,auch die Archive und Bibliotheken der Schweiz , zur Auf-suchung von Documenten über die Geschichte von Frank reich , und gab hievon Bericht in seinem Iter germanicum,i7l7.
Ebenfalls nicht näher mit unserem Stoff verwandt sinddie wenigen Seiten, welche der eifrige Hugeuotte Maxi-milien Misson (f 1721) in seinem Nouveau voyaged’Italie, i722 , der Weslscliweiz widmet, oder die ausführ-lichen, aber vorzüglich die Geschichte und Archäologie be-