auswärtige Schriftsteller.
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besonders Pierre Cartier, Pfarrer in Chaux-du-milieu,in der Nähe der reichen Petrefactenbänke von La Brevine und wahrscheinlich Entdecker derselben, hervorragt, unter-stützten ihn und theilten seinen Kifer. Gemeinschaftlich vonihnen, aber anonym, und wohl grossentheils von demschreibferligen Bourguet verfasst, erschien das Tratte despelrifications , 1712, eine wichtige Ergänzung zu den Ar-beiten von Scheuchzer und Lang, mit beträchtlicher Ver-mehrung besonders jurassischer Fundorte, aber schlechterenAbbildungen. Im Jahr 1731 wurde Bourguet Mitglied derBerliner Akademie und Professor der Philosophie und Ma-thematik in Neuchatel .
36. Auswärtige Schriftsteller.
Zur genauem, besonders topographischen Kenntniss derSchweiz und zur Verbreitung derselben unter dem grösserenPublicum trugen nächst den von Schweizern herausgegebenen,z. Th. durch Ansichten illustrirten Werken, auch die Be-schreibungen fremder Reisender bei.
Abraham Stau ian (f 1732) der als grossbritanni-scher Gesandter die Schweiz kennen gelernt hatte, gabanonym einen kurzen Bericht über dieselbe, An accovnl ofSwitzerland, London 1711, wovon im gleichen Jahr eineUebersetzung, L’Etat de la Suisse en 1711, erschien. DerInhalt ist vorherrschend slaatswirlhschaftlich und historisch,und nur die kurze Einleitung tritt, meist nach Simler u. A.,über die Lage und natürliche Beschaffenheit des Landesnäher ein. Die von Stanian über die Regierungsformen, dieReligion, die Verwaltung, die Industrie u. s. w. gefälltenLrtheile erregten zur Zeit grosses Auf-ehen und, obwohlman die wohlwollende Gesinnung und im Allgemeinen ihreRichtigkeit anerkennen musste, war man, besonders in Bern ,
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