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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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VIERTES Bl'Cn.

(1722-1789). und John Hunter (1728-1793), nebstseinen Mitarbeitern an dem von seinem älteren BruderWilliam Hunter (1718-1783) gestifteten College andMuseum of Surgeons in London , ln der Anatomie desMenschen stand gleichzeilig mit Albinus an der Spitze derWissenschaft A. v. Haller (1708-1777), der auch zuerstdie Physiologie in den Rang einer auf das Experiment sichstutzenden physikalischen Doctrin erhob. Mit ihm wetteifertendie jungem Physiologen, der Genfer Bonnet (1720-1793)und Spallanzani (1729-1799), dem man auch wichtigeBeiträge zur Geologie und physikalischen Geographie vonItalien verdankt. Um die Zoologie der Vögel machte Brisson(.1723-1806) sich verdient; für die Zoologie der Säugethiereblieben die Werke von Pen na nt (1726-1798) massgebendbis ans Ende des Jahrhunderts.

Auch die unteren Thierclassen fanden eifrige und talent-volle Bearbeiter, die Entomologie an Reaumur (1683-1757), Rosel (1705-1759), üe Geer (1720-1778), dieMalakologie an Breynius (16801764), Gualtieri (1688-1744), d Argen v ill e (1680-1765), Ja nus P1 ancus(1693-1775), Soldani (1736-1808), die Zoophyten anKlein (16S5-1759), Peyssonnel (geb. 1694), Donati(1713-1763), E11 is (-( 1776), die Infusorien an Need-iiam (1713-1781), Ledermuller (1719-1769), W'ris-berg (1739-1808), 0. F. Müller (1730-1784).

In der Mineralogie folgte Wallerius (1708-1785)der bisherigen Uebung, und sein System war bis gegen dasEnde des Jahrhunderts allgemein verbreitet, während Cro n-stedt (1722-1765) zunächst eine Reinigung von allen indem Mineralreich untergebrachten heterogenen Hingen, wieAckererden, Sand, Schiefer, Pelrefacten, Bezoar, Korallenu. s. w'. vornahm, und das System der übrig bleibendenwahren Mineralien auf die Chemie zu gründen suchte. Lin neund Bergmann (1735-1784) erkannten, nach dem Vor-