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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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ALLGEMEINE VERHÄLTNISSE.

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D esaguli ers (1683-1749), T a ylo r (1685-1731), Mac-laurin (1698-1746), in den Niederlanden S Grave-saride (1688-1742) und Müssehenbroek, in Italien Boscovicli (1711-1787) und ßeccaria (1716-1781).Neben diesen mehr theoretischen Arbeiten wurde diepraktische Astronomie nicht vernachlässigt. Die Cassiniund Maraldi erhielten der Pariser Sternwarte ihren grossenRuf; LaCaille (1713-1762) lehrte, durch seine Beobach-tungen am Cap, den südlichen Himmel kennen; die Vorträgeund Schrillen von Da lau de (1732-1807) gewannen überallder Astronomie Verehrer und Freunde; in England ent-deckte Bradley (1692-1762) die Aberration und Nula-tion und fand, auf der Sternwarte von Greenwich , anMaskelyne ( 17321811) einen würdigen Nachfolger;Tob. Mayer (1723-1762) in Göllingen verbesserte dieMondsiafclu und die Theorie der Refraction.

Viele Arbeiten der Astronomen waren der Physik derErde und der Geographie gewidmet. Dahin gehören die mitgrossem Aufwand von Scharfsinn behandelten Probleme derRefraction, der Ebbe und Fluth, der Erdgestalt, der An-ziehung der Gebirge auf das Bleilolh. Als eine der wichtig-sten ist die trigonometrische Vermessung von Frankreich durch Cassini de Thury (1714-1784) hervorzuheben,welche allen späteren Aufnahmen genauer Karten als Vorbildgedient hat. Mit gründlicher Kritik und Benutzung astrono-mischer Bestimmungen waren, schon im Anfang des Jahr-hunderts, durch De lIsle (1675-1726) die Geographieund das Karlenwesen auf feste Grundlagen gestellt worden.Um die alte Geographie erwarb sich dAnville (16971782) bleibende Verdienste. Das grosse geographische Werkvon B ü selling (1724-1793) erhielt sich bis in die neuereZeit als Hauptquelle geographischer Kenntnisse.

Die Geologie schwankte immer noch zwischen demDrängen nach allgemeinen Resultaten und der Ueberzeugung,