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VIERTES BUCH.
Professor der Eloquenz und später des Lehenrechts. D’An-no ne legte den Grund zu einer genauem antiquarischenund naturhistorischen Kenntniss Basels durch reiche Samm-lungen von allen Münzen und römischen Ueberreslen undbesonders von Petrefacten aus den Umgebungen von Basel .Er hinterliess dieselben, nebst seiner vverthvollen Bibliothek,der Stadt.
Achilles Mi eg (geh. 1731) zeichnete schon in derSchule sich aus durch rasche Fortschritte, studirte dannMedicin und erhielt 175(3 den JJoctorgrad. Er hat das Ver-dienst, in Basel die Inoculation der Blattern eingefülirt zuhaben und wurde Nachfolger des J. B. Zwinger als Prof.Med. pract. Er stand in Correspondenz mit Haller über Ana-tomie und Botanik.
Werner de La che na I (173(3-1800) erhielt durchseinen Vater, der Apotheker war, und als Neffe der BrüderZwinger , Liebe zur Naturgeschichte und warf sich mit grosserVorliebe auf die Botanik. Zugleich studirte er Medicin undbildete sich zum praktischen Arzte aus. Im J. 1776 folgte erJoh. Bud. Stälielin auf dem Lehrstuhl der Anatomie undBotanik. Haller, der ihn vielfach aufmunlerte und den un-ermüdlichen Pflanzensammler hochschätzte, erklärte ihn alseinen der besten Pflanzenkenner seiner Zeit. Durch LachenaisEinfluss erhielt der Professor der Botanik eine eigene Woh-nung am Garten. Sein reiches Herbarium und seine ausge-zeichnete botanische Bibliothek vermachte er der Stadt.
Daniel Bruckner (1705-1781) studirte das Hechtund fand Anstellung auf der Staatskanzlei. Bei leichter Be-nutzung der Archive verwandle er seine Muse zum Studiumder Geschichte seiner Vaterstadt und hinterliess in 17 Fo-lianten Manuscript eine Fortsetzung von Wursteisens Chronik.Zugleich brachte er eine werthvolle Sammlung von Anti-quitäten, besonders von Augst , und von inländischen Petre-