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factcii zusammen. Als, meist durch seine Bemühung, sichein Verein zur Bearbeitung und Herausgabe einer Topographievon Basel bildete, übernahm er den antiquarischen undhistorischen Theil, Friedr. Zwinger den botanischen undder Kaufmann Bawier, der ebenfalls eine reiche Pelre-factensammlung besass, den paläontologischen. Der letztereund andere Mitarbeiter zogen sich jedoch bald zurück, unddie vortreffliche Arbeit: Versuch einer Beschreibung histo-rischer und natürlicher Merkwürdigkeiten der LandschaftBasel , 1748-171)3, 8 Bde. mit vielen Abbildungen, ist grösslen-theils nur Bruckner zu verdanken.
Den Baslern können wir anreihen :
Joh. Ileinr. Lambert (1728-1777), geh. in Mühl hausen , wo sein Vater ein armer Schneider war und ihn zudemselben Berufe erziehen wollte. Von leidenschaftlichemWissenstrieb beseelt, benutzte der Knabe die Nacht zumSludiren, besonders mathematischer Werke, und verschafftesich das Geld zur Anschaffung von Licht durch den Verkaufkleiner Handzeichnungen. Erst 15 Jahre alt, erhielt er An-stellung als Buchhalter bei Eisenwerken und, zwei Jahrespäter, als Secretär bei Joh. Bud. iselin in Basel , Professorder Hechte. Dieser empfahl ihn, 1748, an den Grafen Petervpn Salis in Chur , als Hauslehrer seines Enkels und zweianderer jungen v. Salis, und in diesem geistvollen Hause,wo er auch Planta, den Gründer des Philanlhropins in Ilal-denstein und Erfinder der Scheibcnelektrisirmaschine ken-nen lernte, erwarb sich Lambert durch Privatstudien seinetiefe mathematische und philosophische Bildung. Er bliebdaselbst acht Jahre und begleitete nachher seine Zöglingeauf einer durch längere Aufenthalte unterbrochenen Heisenach Göllingen , Utrecht , Paris , Mailand . Mehrere seinerArbeiten: Les proprietes remarguables de la route de laImitiere, 1758; Die freie Perspective etc., 1759; Photo-