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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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VIERTES Bl'CII.

metria, 1760; Insigniores orbitoe cometannn proprietates,1761; Cosmulogische Briefe, 1761; Beschreibung und Ge-brauch der logarilh. Bechenstäbe, 1761; Neues Organon,176i, waren inzwischen im Druck erschienen und haltenden grossen Ruf von Lambert begründet. Durch Sulzcr beidem König Friedrich II. empfohlen, wurde er, 1765, ordent-liches Mitglied der Akademie in Berlin und später Ober-bauralh

Das Verzeichniss dieser Männer zeigt, dass, im XVIII.wie in früheren Jahrhunderten, die Naturwissenschaft in Basel fast ausschliesslich ihre Vertreter in der medicinischen Fa-cultät fand. Es war ein wesentlich verschiedenes Verhältmssals in Bern und in der französischen Schweiz , wo keineUniversitäten bestanden, und die höhere Geistescullur, meistdurch französische Flüchtlinge hereingebracht, sich freierentwickelte und mit philosophischen und volkswirtschaft-lichen Tendenzen verband. 'Während hier Männer aus allenClasseu, zum Theil den ersten Kreisen des sich neu bil-denden socialen Lebens angehüreml, das Studium der Naturzu ihrer Lebensaufgabe machten, blieb dasselbe in Basel meist auf die Zunft der Universitätslehrer beschränkt. Hierwie dort äusserte sich aber ein edler Gemeinsinn, theils inreichen Vergabungen zur Unterstützung dieses Studiums,theils in freiwilliger Verwendung von Zeit und Arbeit zurHerstellung von Sammlungen, Durchforschung des Landesund Benutzung der neu gewonnenen Kenntnisse zum Bestendes Gemeinwesens.

Durch die Mitglieder der Mediciuischen Facultät wurde,in der Mitte des Jahrhunderts, in Folge eines Antrages desBuchhändlers J. llud. Imhof, die Herausgabe wissenschaft-licher Denkschriften, der Acta Helvetica , physico-mathe-

) Hu bei-, Job. Heinr. Lambert, 1829.