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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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VIERTES BlCn.

Werken, Städte, Schlösser, Klöster u. s. w., meist aus derflacheren Schweiz und dem Jura, aus Thurgau , Zürich , Basel ,Solothurn u. s. w. Einige Tafelu mit Naluransichten, La-winen, Gletscher, der Untergang von Plurs, sind z. Th.aus älteren Werken entlehnt und ungenügend. Lawinenmit eingeschlossenen Häusern, Bäumen, Menschen, die wiekleine Weltkugeln durch die Luft fallen, hat Niemand ge-sehen; die Gegend von Plurs, nach Schcuchzer, wird mannicht wieder erkennen.

Ein ausgezeichnetes Talent der Auffassung von Natur-ansichten besass Salomon Gessner . Seine radirtenBlätter, sowohl die grösseren, besonders erschienenen, alsdie kleinen, welche den älteren Helvetischen Almanach illu-striren, enthalten im Baumschlag, in den Gebirgslörmen,Felspartien u. a. Naturverhältnissen sehr viel Wahrheit undzeichnen sich aus durch künstlerische Ausführung.

Die landschaftlichen Gemälde von F. Meyer, Aberli ,Wolf, Kleemann, Bosenberg, Gm eli n), Bull i n-ger * 2 ), Schütz 3 ) u. A., so wie die Kupferstiche vonHerrliberge r, Zingg, Holzhalb 4 ) u. s. w. waren die

') Wilhelm Friedrich Gmelin , geh. 1745 zu Badenweiler ,arbeitete zuerst in Basel und lieferte viele schweizerische An-sichten, ging dann nach Italien , wo er sich enge mit Hackertbefreundete und in der Landschaftmalerei eine hohe Ausbildungerreichte.

2 ) Joh. Balthasar Bullinger (17131793), Sohn des Pfarrersvon Langnau im Canton Zürich . Er bildete sich vorzüglich inVenedig unter Tiepolo , später in Düsseldorf , arbeitete auchlängere Zeit in Holland . Nach seiner Rückkehr wurde er, 1773,Professor an der neu errichteten Kunstschule in Zürich .

3 ) Christ. Georg Schütz (1718-1791) von Floersum bei Mainz ,Schüler von Schlegel und Appiani. Er malte an mehreren Höfenin Deutschland und kam 1762 nach der Schweiz , wo er einegelungene Ansicht des Rheinfalls lieferte.

4 ) Rudolf Holzhalb (17301805) von Zürich , war ein Schülervon Heirliberger.