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VIERTES Bl’Cn.
Werken, Städte, Schlösser, Klöster u. s. w., meist aus derflacheren Schweiz und dem Jura, aus Thurgau , Zürich , Basel ,Solothurn u. s. w. Einige Tafelu mit Naluransichten, La-winen, Gletscher, der Untergang von Plurs, sind z. Th.aus älteren Werken entlehnt und ungenügend. Lawinenmit eingeschlossenen Häusern, Bäumen, Menschen, die wiekleine Weltkugeln durch die Luft fallen, hat Niemand ge-sehen; die Gegend von Plurs, nach Schcuchzer, wird mannicht wieder erkennen.
Ein ausgezeichnetes Talent der Auffassung von Natur-ansichten besass Salomon Gessner . Seine radirtenBlätter, sowohl die grösseren, besonders erschienenen, alsdie kleinen, welche den älteren Helvetischen Almanach illu-striren, enthalten im Baumschlag, in den Gebirgslörmen,Felspartie’n u. a. Naturverhältnissen sehr viel Wahrheit undzeichnen sich aus durch künstlerische Ausführung.
Die landschaftlichen Gemälde von F. Meyer, Aberli ,Wolf, Kleemann, Bosenberg, Gm eli n ■), Bull i n-ger * 2 ), Schütz 3 ) u. A., so wie die Kupferstiche vonHerrliberge r, Zingg, Holzhalb 4 ) u. s. w. waren die
') Wilhelm Friedrich Gmelin , geh. 1745 zu Badenweiler ,arbeitete zuerst in Basel und lieferte viele schweizerische An-sichten, ging dann nach Italien , wo er sich enge mit Hackertbefreundete und in der Landschaftmalerei eine hohe Ausbildungerreichte.
2 ) Joh. Balthasar Bullinger (1713—1793), Sohn des Pfarrersvon Langnau im Canton Zürich . Er bildete sich vorzüglich inVenedig unter Tiepolo , später in Düsseldorf , arbeitete auchlängere Zeit in Holland . Nach seiner Rückkehr wurde er, 1773,Professor an der neu errichteten Kunstschule in Zürich .
3 ) Christ. Georg Schütz (1718-1791) von Floersum bei Mainz ,Schüler von Schlegel und Appiani. Er malte an mehreren Höfenin Deutschland und kam 1762 nach der Schweiz , wo er einegelungene Ansicht des Rheinfalls lieferte.
4 ) Rudolf Holzhalb (1730—1805) von Zürich , war ein Schülervon Heirliberger.