REISERESCH REIHUNGEN.
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Vorläufer der an vorzüglichen Arbeiten reichen späterenZeit, welche in geistreicher Auffassung, treuer Darstellungder Natur und ausgebildeter Kunstfertigkeit jene älterenVersuche übertroiren hat. Sie trugen vielleicht mehr noch,als gelehrte Schriften, dazu bei, die allgemeine Aufmerk-samkeit der Schweiz und der Alpenwelt zuzuwenden.
46. Reisebesclireibungen.
Aus der bereits in diesem Jahrhundert sich beträchtlichanhäufenden Keiselitteralur werde ich nur hervorheben, wasmit unserem Hauptgcgenstande in näherer Beziehung stehtund die naturwissenschaftliche Kenntniss der Schweiz irgend-wie gefördert hat, so weit ich die Schriften durch eigeneAnsicht kennen lernen konnte.
Von den vielen botanischen Fussreisen, welche A. vonHaller in den Alpen , vorzüglich der Westschweiz , und imJura gemacht hat, sind nur zwei von ihm näher beschriebenworden und im Druck erschienen.
Die erste, deren Beschreibung er Joh.Gessner widmet <),wurde im Juli 1731 mit Ritter und Huber ausgeführt.Sie ging über Belp , „wo ein Bach von dem östlich liegen-den Berge eine Menge figurirter Steine, vorzüglich Pecfi-niten und Chamiten, mit sich führt “ nach dem Gurnigelbadund der Neunenenalp, wo sie während der Nacht ein furcht-bares Gewitter mit Hagel erlitten 2 ). „Alle Beisenden zubeherbergen, ohne von ihnen Geld anzunehmen, ist auf denAlpen dieser Gegenden nicht nur Sitte , sondern so viel als