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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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FÜNFTES BUCH.

Jamesoa sich fur die neptunische Ansicht der Entstehungder Thäler ausgesprochen und war in der Bibi. Brit.') vonPictel und dein jüngeren J. A. Deine, die sich auf That-sachen aus den Alpen stützten, bekämpft worden. Ueberalle diese Arbeiten gab Gilbert, 1816, einen Bericht in seinenAnnalen 2 ), der nun auch Escher veranlasste, sich überThalbildung auszusprechen 3 ). Er unterscheidet Längenthäler,deren Ursprung und Gestalt durch die Entstehung der Ge-birge, auf die er nicht weiter eingeht, bedingt wurde, undQuerthäler, die er von einein gewaltsamen Durchbruch derin den Längenthälern angehäuften Gewässer, der Grandedebdcle von de Saussure, herleitet. Die bei diesem Durch-bruch und später durch die Strome weggerissenen Trümmerlinde! er, theils in den erratischen Blocken, theils in demalle Niederungen, oft bis in unbekannte Tiefe bedeckendenKies, theils in dem den Scen und Meeren zugefuhrten Sandund Schlamin.

Dieselbe Erklärung der Verbreitung der Kündlingc wie-derholte Escher in seinen Beitragen zur Naturgeschichte derfrei liegenden Fels blocke in der Nähe des Alpengebirges *),die er, 1819, der Schweiz . N'alurf. Ges. mittheilte. Zuerst.wird hier, auf die vielen Erfahrungen gestützt, die Escherwährend seinen Arbeiten an der Linth gesammelt hatte, aufdie Analogie aufmerksam gemacht, die sich zwischen denAblagerungen von Siromgeschicbcn und der Veitheilung dererratischen Blocke erkennen lässt; zuerst auch hingewiesenauf die Verschiedenheit der SleiHarten dieser Blocke in denverschiedenen, den grossen aipinischen Querlhälern ent-sprechenden Bezirken, und auf die Uebereinstimmung dieser

*) Bibi. Brit. LVIII u. LIX.

») Gilb. Ann. XXII.

*j Gilb. Ann. XXIII.

4 ) Neue Alpina I und Leonli. Taschenb. XVI.