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FÜNFTES BUCn.
schönen Lande die zu seiner Kennlniss erforderliche Zeitzu widmen, und er kehrte daher in den folgenden Jahrenauf mehrere Wochen dahin zurück. Wir verdanken dahervon Huch auch die erste geologische Karte und Beschreibungder interessantesten Partie des Cantons Tessin. Die Kartereiht sich den neueren Karlen würdig an, und spätere Unter-suchungen haben bis jetzt in BetrelF der Formationsgrenzenwenig geändert. Das Alter des Kalksteins wird im Text, nachPelrefacten von Moltrasio und Erba, in die Liaszeit gesetzt;in der Karte ist es unbestimmt gelassen.
Die Kennlniss dieser Gegenden war bis dahin auf wenigeNotizen beschränkt gewesen. Pini ') der sie öfters besuchtzu haben scheint, hat nur einzelne Stellen näher berück-sichtigt. La man 011 2 ) soli, 1785, eine Steinart (schwarzerPechstein) in der Nähe des Lugancrsee’s für Lava erkannt,diese Ansicht jedoch später w ieder zurückgenommen haben 3 ).Indessen wurde Lamanon’s frühere Aeusserung entschiede-ner wieder aufgenommen von Fleuriau de Bellevue 4 )Schüler und öfters Reisegefährte von Dolomieu ; er erklärtedie schwarzen Stcinarlen zwischen Grantola und Cunardo,W von Ponte Tresa , für Laven und wollte bei Fabiasco denalten Krater gefunden haben. Dagegen erhob sich Pini s)und, um den Streit zu entscheiden, beriefen sich beide auf
') D'alcuni fossili singolari , 1790 und Opusc. scelti. IV, (eine vonAmoretti herausgegebene Sammlung von Abh. verseil. Verf.)
U Robert de Lamanon (1752—1787j aus der Provence , aus-gezeichnet als Mineralog und Gebirgsforscher, begleitete LaPeyrouse auf seiner unglücklichen Entdeckungsreise und wurdeauf der Südseeinsel Mouna von den Einwohnern erschlagen.
s ) Fanjas de St. Fond, Essai d'hist. nat. des roches de trapp.1788.
*) Fleuriau de Bellevue (1761—1852), wohlhabender Privat-mann zu la Rochelle , Verf. mehrerer mineral, und geolog. Ar-beiten, corresp. Mitglied der Acad. des sc.
! ) D’alc. foss. sing. 1790.