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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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GEOLOGIE.

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dessen Mittelpunkt auf den Verrucano und Porphyr desKärpfstocks in Glarus fallt. Vollständiger, obgleich ohne dieseAngaben der Fällrichtung, erschienen die Ergebnisse dervieljährigen Alpenreisen von Buchs in der, 182629, vonSchropp in Berlin herausgegebenen Geognostischen Karlevon Deutschland . Das ganze Gebiet des Biindnerschiefers isthier als Thonschiefer und Grauwacke, die Congloinerate vonFilisur und Glarus sind als Rothliegendes, die Nummulilen-sandsteine und der Flysch der Niesenkette und der Simme-und Saanethäler als unbestimmter Sandstein der Alpen, dieKalksteingebirge als unbestimmte Kalksteine der Alpen ein-getragen; im Wallis erscheint, von Lenk an abwärts, aufder Nordseite Thonschiefer und Grauwacke, auf der SüdseiteKalkglimmerschiefer. Ungeacht mehrerer Fehlgriffe undLücken muss man in dieser Karle, wenn man sie mit der-jenigen von Ebel vergleicht, einen nicht hoch genug anzu-schlagenden Fortschritt erkennen, und man erstaunt, wie es demVerf. möglich wurde, neben seinen übrigen Arbeiten, auch in derSchweiz eine so grosse Menge von Thatsachen zu sammeln.

Eine der letzten geognostischen Arbeiten von Buch's war seine Carte geologique du terrain enlre les lacs dOrtaet de Lugano >), welche auch seine zwei Abhandlungen :lieber einige geognostische Erscheinungen in den Um-gebungen des Luganer-Sees in der Schweiz und Ueberdie Lagerung von Melaphyr und Granit in den Alpenvon Mailand begleitet. Die ihn lebhaft anregenden,das Räthsel der Alpen , wie er glaubte, befriedigend lösen-den Thatsachen, die ihm Sudlirol geboten hatte, bewo-gen ihn, auch die Porphyre und Granite der italienischenAlpenseen, die ähnliche Verhältnisse erwarten Hessen , näherzu untersuchen. Ein kurzer Aufenthalt in Lugano von nurdrei Tagen, im Herbst (825, steigerte seinen Wunsch, diesem

>) Ann. Sc. nat. 1829. Vol. XVIII.D Beil. Akad. 1827.