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FÜNFTES BUCn.
auch die Geschichte des Eisenwerks von Mühlethal fortsetzt,welche Hopfnerfrüher abgebrochen hatte. Nach diesemReiseberichte stund es schon damals um die beiden ober-liindischen Unternehmungen ziemlich misslich. — Die wach-senden Schwierigkeiten in Laulerbrunnen bewogen späterdie Gewerkschaft, eine Untersuchung durch Sachverständigevornehmen zu lassen, welche im Juli 1805 statlfand. Aufihren Rath wurde der Abbau eingestellt und ist es auchseither geblieben. Die von der Gewerkschaft an Zubuss-geldern zum Betrieb dieses Bergbaus bezahlte Summe stieg,ohne die Zinse, auf 130.090 alte Scliw. Fr. Zu einigem Er-satz wurde derselben von der Regierung die Ausbeutung deroberländischen Steinkohlen uberlassen, welche, mit geringemErtrag, bis 1830 von ihr fortgesetzt, dann aber von derneuen Regierung wieder zurückgezogen, mehrere Jahre hin-durch fortbetriebeu, zuletzt aber ebenfalls eingestellt wordenist. Ueber die Verhältnisse in Lauterbrunnen hat C. Es eher,der 1805 als Sachverständiger war herberufm worden, Ma-terialien zu einer natur historisch-technischen Geschichtedes Bergbau s bei Trachsellauinen im Hintergrund desLauterbrunnenthals * 2 ) herausgegeben. — Von dem Eisen-werk in Mühlethal zog sich der frühere Director Walther,der seine Rechnung nicht fand, schon i 787 zurück, und auchFerber und seine Begleiter schlossen dahin, dass das Unter-nehmen von einem Particularen nie mit Nutzen betriebenwerden könne 3 ). Die Arbeiten wurden indess, mit längerenUnterbrechungen, von verschiedenen Verwaltern fortgesetztbis in die ersten Jahre dieses Jahrhunderts, sind aber seit-dem eingestellt geblieben.
Ueber die Bolmerze und ihren Bergbau im Jura desehemaligen Bi st hu ms Basel besitzen wir aus dieser Zeit
') Höpfn. Mag. II.
D Alpina II.
3 ) Hüpfn. Mag. IV. 97.