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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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MINERALOGIE.

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Als de Saussure 1796 seine Lilhologie des Gott-hards herausgab hatte sich die Anzahl von daher be-kannter Mineralien beträchtlich vermehrt und viele warendurch seinen Sohn auch analysirt worden. Das Verzeichnissenthält, mit Ausschluss der früher bekannten, Rutil ( Sage-nile), Staurolith (Grenatite) , Cyanit QSappare'), Analas(Octaedrite ), Prehnit, Amianth, Epidot ( Delpfiinite ), Strahl-stein (.Rayonnnnte) , Sphen (Rayonnante en goultiere undR. en burin ), Tremolith, Dolomit. Die letztere Sleinart, aufwelche Dolomieu zuerst die Aufmerksamkeit gelenkt hatte,war 1792 von Theod. de Saussure beschrieben und benanntworden s ). Ausserdem hatte de Saussure in anderen Theilender Alpen gefunden: Molybdänglanz zwischen Valorsine undArgentiere, Graphit in Chamouni und auf dem Gr. St. Bern-hard, Sinaragdit und Jade in den Geschieben am Genfersee ,mehrere Varietäten von Hornblende, von Slcalit u. s. w.

Inzwischen war Berthout van Berchem mit einerSammlung von Gotthard-Mineralien nach Freiberg gereist,um dieselben unter den Augen und mit Hülfe von Wernermit aller damals erreichbaren Genauigkeit zu bestimmen.Das Verzeichniss, mit einigen Zusätzen von Struve, stehtin dem Ilineraire du S. Gotthard, 1795, und die Fundortesind auch auf der beigefugten mineralogischen Karte ange-zeigl. Nach den späteren Entdeckungen vermehrt, sind dieFundorte auch auf der Carte physique et mineralogique duMl. St. Gotthard par V. Weiss et J. J. Waibel de Bäteangegeben, ln dem Verzeichnis von Berthout kommt vor,mit Ucbergehuug der früher oder von de Saussure ange-führten, gemeine Hornblende, gemeiner und verhärteter Talk,Bergkork, Bitterspath, Selenit, Magneteisenstein, Eisenglanz,Spatheisenstein, wiirflichter und oktaedrischer Schwefelkies,

<) Voyages T. IV.

2 ) Journ. de Pli. XI.

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