MINERALOGIE.
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Gueymard, i» seiner Beschreibung des Wallis 1 ) gibtauch die seltenem Mineralien an; der veröffentlichte Aus-zug seiner Arbeit lässt aber öfters mehr Genauigkeit wün-schen. Es wird Apatit, ähnlich dem sächsischen, von Turt-mann, Flussspnth aus einem Bleiglanzgang von Sembranchier,Schwirsjath (wahrscheinlich Coelestin ) aus den Salzwerkenvon Ilex, schaliger Diopsid von Zermatt angeführt; ausser-dem Granat, Idokras, Turmalin, Hornblende, Strahlstein,Tremolilli, Slaurolith, Cyanit, Epidot, Asbest, ohne nähereAngabe des Fundorts. Diallag und Jade habe er als deut-liches Lager auf einem sehr hohen (nicht genannten) Berge,in der Nähe von Montigny (wahrscheinlich Martigny ) ge-funden, und von da her mochten wohl die vielen Trümmeram Genfersee herstammen. (Die Richtigkeit dieser Angabe,welche die Hypothese von Buch’s über den Stammort derGabbrofundlinae bestätigen wurde, ist mir zweifelhaft.) ImBinnenthal habe er sehr viel Realgar und Auripigment ge-sammelt Auch die Notiz über den Fundort des Molyb-däns ist ungenau; die Substanz bilde einen Gang oberhalbMonte (Mund?) bei Brieg und die Reise verlange drei Tage,zwei Nächte müsse man im Freien, am Fass der Gletscherzubringeu. Die Stelle liegt allerdings beträchtlich hoch, nichtviel unter dem Kamm, der das Baltschieder - vom Mundthalescheidet, so dass man vom Vorderrand des Baltschieder —gletscners noch ziemlich weit zu steigen hat, allein vonVispach aus lässt sich die Excursion in einem Tage, hin undzurück, bequem machen.
Vergleicht man die Anzahl der hier neu angeführtenMineralien mit den Verzeichnissen von Grüner oder Bcrtraud,so ist die Vermehrung als eine sehr bedeutende anzuer-kennen ; der Gewinn tritt aber noch mehr hervor, wenn manerwägt, dass die neuen Arten, zugleich mit den früher be-
') Journ. des Mines, T. 35.