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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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649
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BOTANIK .

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In Zürich hatte Johann Gessner eine Schule gegrün-det, die fortwährend bestrebt war, die botanischen Studienin voller Blüthe zu erhalten. Römer, als Direclor des Gar-tens, und mit ihm Usteri standen, durch die von ihnenherausgegebenen Zeitschriften, mit den inländischen und mitvielen ausländischen Botanikern in naher Verbindunsr. NachRömers Tod trat Leonh. Scliulthess an seine Stelle amGarten. Von St. Gallen aus machten Dr. Zollikoferund Apoth Meyer sich mit der Flora der Appenzellerge-birge bekannt.

In Bünden w'ar die naturhistorische Thätigkeit vorzugs-weise der Botanik zugewendet, und die vielen Gebirgsreisenvon C. U. von Salis -Marschlins, Rösch, Zschokke ,Catani, Pol u. A. haben die schweizerische Flora mitvielen neuen Standorten bereichert.

Einen nicht geringen Einfluss hatte auf die schweize-rische Botanik das Erscheinen reicher, z. Th. mit guten Ab-bildungen ausgeslalteter Floren der umliegenden Länder, vonKrain 1772 durch Scopol i, von Oesterreich 1773 durchJacquin, von Baiern 1789 durch P. Schrank, von Baden1805 durch Gmelin, von Deutschland 1788 durch Roth ,1798 durch Sturm, 1806 durch Schräder, von Lothringen 1805 durch Willemet, von Frankreich 1791 durch Bul -liard und 1801 durch Lamarck und de Candolle, vonDauphine 1786 durch Villars, von Piemont 1785 durchAllioni. Die Bestimmung der Arten und Varietäten erhielteine festere Grundlage, ihre Verbreitungssphäre wurde ge-nauer erkannt.

Die Historüi slirphnn von Haller war durch ihre Kost-barkeit nur Wenigen zugänglich und durch das grosse For-mat unbequem. Dem allgemein gefühlten Mangel eines aufReisen leicht mitzunehmenden Handbuchs suchte Suter durchdie Flora helvetica, 1802, 2 V. 12, zu begegnen. Eine we-sentliche Bereicherung der Wissenschaft kann mau das Buch