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vorhanden waren. Die Vervollständigung übernahm sein FreundProf. Osw. Heer, der in der Vorrede zu der Flora derSchweiz von Dr. He g et schweiler, 1810, dem Verf.auch ein biographisches Denkmal gewidmet hat.
Neben seinem Hauplfache, der Entomologie, hatte sichde Clairviile, wohl durch seine Freunde in Zürich undin Bünden angeregt, auch mit Botanik beschäftigt. Es er-schien von ihm zuerst eine Anleitung zur Pflanzenkennlniss:Le Botanisle sans maitre, ou maniere d’apprendre seul laBotanique au moyen de l’instruction commencee pur J. J.Bousseau, continuee et completee dans la meme forme,1805. Mehr in unseren Bereich fällt seine kleine Flora:Manuel d’herborisalion en Suisse et en Valais, redige se-lon le Systeme de Linne, 1811. Dasselbe enthält, mit Aus-nahme einiger Familien von Kryptogamen, sämmtliche da-mals bekannten schweizerischen Pflanzen. Die Diagnosender Genera werden gelobt, diejenigen der Species dagegenals zu kurz und in artenreichen Gattungen als unbrauchbarbezeichnet. Wie die Arbeit von Suter, ist auch diese, welcherder Verf. seinen Namen nicht beigeselzt hat, mehr ein Pro-duct fleissiger Compilation, als eigener Forschung
Andere allgemeinere systematische Werke über die schwei-zerische Flora gehören einer späteren Zeit an, so das Haupt-werk von Gaudin, Flora Helvetica , 7 Vol. 1828-1833, so fer-ner Ha gen b ach, Tentamen forte Basileensis, 3 Vol. 1821-1813, Zollikofer, Versuch einer Alpenflora der Schweiz ,1826, Wegelin, Enumeratio slirpium florw Helvetiern, 1838,K ö 11 i k e r Verzeichniss der phanerogamen Gewächse desC-antons Zürich , 1839. — Einzelne Theile der schweizerischenFlora wurden in diesen späteren Jahren von bereits genann-ten Verfassern behandelt. Es erschien von Serin ge, Essaid'une monographie des Saules de la Suisse, 1815, — Mo-
•) Eine kurze Anzeige steht in der Neuen Alpina, I.