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welche die damals mit Ernst auftretende Forstwirtschaftsich stellen musste, und die Waldcultur wurde, bei allenVersuchen sie zu lösen, vorzugsweise berücksichtigt. DieKlagen über Holzmangel, über schonungslose Ausbeutung derAlpwälder und Zerstörung des Nachwuchses durch die Ziegen,über Verwüstung der Alpen durch Lawinen und Felsschutt,wurden dringender, je mehr die Bevölkerung zunahm. Mitaller Kraft, welche Zschokke in seine Worte zu legenwusste, hatte er in den zwei angeführten Schriften auf dieGefahren, welche von da her dem Alpenlande drohten, undauf die Mittel ihnen zu begegnen, aufmerksam gemacht. Ingleichem Sinn wirkten, durch Rath und Thal, in Bern derForstmeister Gruber, in der Waadt Lardy und Davall.ln seiner frühsten Arbeit') wollte auch Kasthofer 2 ), derzuerst, als Oberförster in Untersee 'n, den bisher der Naturüberlassenen Waldungen des Berner Oberlandes vorgesetztward, diesen Gegenstand behandeln, unterbrach aber seineArbeit da, wo sie auf positive Thatsachen, die er damalskaum noch gesammelt haben konnte, näher eingehen sollte.Die unfreundlichen Ausfälle gegen Zschokke wären besserweggeblieben. C. Eschcr, in seinen technischen Schriftenüber Bergschlipfe und Wildbäche 3 ), kommt wiederholt aufdie Wichtigkeit der Bepflanzung der höheren Gebirge zu
') Schweiz . Beobachter, 2. Jahrg. I. 1807.
') Kurl Kasthofer (1777—1653) von Bern , Oberförster undVorsteher einer Forstschule in Untersee 'n, Verl ', werthvollerforstwissenschaftlicher Werke und Reisen, nach 1830 Forst-meister des Cantons Bern und Reg. Rath.s ) C. Es eher, über Bergschlipfe, besonders über die der Nollaund der Plessur, ,1808. R. Bündn. Sammler IV. Leonh. Taschb.1821.
— Rapport siü l'etat de la Reuse, 1816.
— Bericht über den Bergschlipf im Goldingerthal, im Cant. St Gallen.Schweiz , lius. 1816.
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