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FÜNFTES BCCn.
sprechen. — In neuerer Zeit haben besonders March and 1 )und, durch ihn angeregt, der schweizerische Forstverein dieschweren Folgen der fortgehenden Waldverwüstung denStaatsbehörden und dem grösseren Publicum an’s Gewissengelegt, und wer noch darüber in Zweifel sein könnte, darfnur die traurigen Zustände in einem grossen Theil der fran-zösischen Alpen kennen lernen.
80. Zoologie.
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Die schweizerische Zoologie machte während diesesZeitraums kaum geringere Fortschritte, als die Botanik. Vondem zunehmenden Interesse an derselben zeugt die Errich-tung öffentlicher Sammlungen oder Musee ’n durch den Ein-fluss der städtischen Naturforschenden Gesellschaften auf dieBehörden, welche die erforderlichen Räume und einige Geld-beiträge gewährten, während die Bereicherung an neuenGegenständen grossentheils auf Geschenke einzelner Burger,die Bestimmung, Anordnung und Besorgung auf den Ge-meinsinn und die freiwillige Thäligkeit einzelner Mitgliederjener Gesellschaften angewiesen war. So entstund zuerst,1802, das Museum in Bern , durch die Einwirkung vorzüg-lich von Pfarrer Wyltenbach, der den Ankauf der Spriing-li'schen Yögelsammlung und der v. Erlach’schen Mineralien-sammlung bei der Stadlbehörde durchzusetzen wusste; sow urden später die Musee ’n in Genf , Lausanne , Zürich , Basel ,Neuchätel u. a. Schweizerstädten errichtet. Während durehdiese, stets einer zahlreichen Theilnahme des Publicums sicherfreuenden Anstalten vorzugsweise die höheren Ttiierclassenbedacht wurden, fanden die unteren, besonders die Insecten,ihre Vertretung in zahlreichen Privatsammlungen.
Coxe, in seinen Travels Ill } 1789, machte den Ver-such, eine allgemeine Fauna, oder Fattnula der Schweiz zu
’) Alarchund, sur le deboisement des montagnes, 2. edit. 1849.