ZOOLOGIE.
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M a rsch 1 i n s nach Heobaclilungen in Bünden und imYeltlin; eine grössere Arbeit über die Gemsenjagd Stein-müller 2 ).
Von Pfarrer Wyttenbach erhielt Co.\e das Verzeich-niss der Säugethiere, mit 5-1 Arten und Abarten, unter denenmau aber auch einen Weissen Bären, den Biber, Hamsterund Steinbock aufgezählt findet. — Später hatte Stein-müller es unternommen, eine vollständige Naturgeschichteder schweizerischen Säugethiere und Vögel zu liefern, dieserArbeit zt-hn Jahre gewidmet und das Manuscript beinahvollständig fertig geschrieben 3 ). „Es ist gewiss kein Zweigim grossen Weiche der Wissenschaften, sagt er in der An-kündigung, der schon seit Jahrhunderten mehr stille ge-standen ist, als derjenige der Naturgeschichte der Alnen-thiere .“ Das Werk kam indessen nicht zu Stande, und nurzur Probe werden zwei Monographie’!! über den Uroehs unddas zahme Bindvieh mitgetheilt, wovon die zweite mehr auflaudwirlhschaftliche Dinge eingehl. Zu schärferen zoologisch -osleologischen Untersuchungen fehlte dem Verf. die erfor-derliche Vorbildung. — Auch Meisner musste, wegen buch-händlerischen Schwierigkeiten, von einer ähnlichen Unter-nehmung abstehen. Er begann dann, im Museum der NG.Helvetiens, ein Verzeichniss, mit litierarischen Hinweisungen,zu liileru, brach es aber, nachdem 5 Species behandeltwaren, ab. — Endlich erschien von Römer und Schinz die Naturgeschichte der in der Schweiz einheimischen Säuge-thiere, i809. Das für ein grösseres Publicum geschriebeneBuch, ohne schärfere Diagnosen und ohne Abbildungen, ent-hält 57 Arten und Abarten. Der weisse Bär wird als eineAbart des gemeinen braunen Bären erklärt, der Biber ist
*) Hüpfn. Mag. II.
’) Alpina, II.
') Alpina I. p. 106.