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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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ZOOLOGIE.

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M a rsch 1 i n s nach Heobaclilungen in Bünden und imYeltlin; eine grössere Arbeit über die Gemsenjagd Stein-müller 2 ).

Von Pfarrer Wyttenbach erhielt Co.\e das Verzeich-niss der Säugethiere, mit 5-1 Arten und Abarten, unter denenmau aber auch einen Weissen Bären, den Biber, Hamsterund Steinbock aufgezählt findet. Später hatte Stein-müller es unternommen, eine vollständige Naturgeschichteder schweizerischen Säugethiere und Vögel zu liefern, dieserArbeit zt-hn Jahre gewidmet und das Manuscript beinahvollständig fertig geschrieben 3 ).Es ist gewiss kein Zweigim grossen Weiche der Wissenschaften, sagt er in der An-kündigung, der schon seit Jahrhunderten mehr stille ge-standen ist, als derjenige der Naturgeschichte der Alnen-thiere . Das Werk kam indessen nicht zu Stande, und nurzur Probe werden zwei Monographie!! über den Uroehs unddas zahme Bindvieh mitgetheilt, wovon die zweite mehr auflaudwirlhschaftliche Dinge eingehl. Zu schärferen zoologisch -osleologischen Untersuchungen fehlte dem Verf. die erfor-derliche Vorbildung. Auch Meisner musste, wegen buch-händlerischen Schwierigkeiten, von einer ähnlichen Unter-nehmung abstehen. Er begann dann, im Museum der NG.Helvetiens, ein Verzeichniss, mit litierarischen Hinweisungen,zu liileru, brach es aber, nachdem 5 Species behandeltwaren, ab. Endlich erschien von Römer und Schinz die Naturgeschichte der in der Schweiz einheimischen Säuge-thiere, i809. Das für ein grösseres Publicum geschriebeneBuch, ohne schärfere Diagnosen und ohne Abbildungen, ent-hält 57 Arten und Abarten. Der weisse Bär wird als eineAbart des gemeinen braunen Bären erklärt, der Biber ist

*) Hüpfn. Mag. II.

) Alpina, II.

') Alpina I. p. 106.