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I (1896) Nordalpen / Gottlieb Studer
Entstehung
Seite
39
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2<S0Sm. Kleinere isolierte Gletscherpartien finden sich umden 1 lausstock, dessen Gipfel einen kühn aufstrebenden, aufder Nordseite ganz mit l'irn bedeckten Kegel bildet. Zwi-schen Vorab und P. Grisch (Laaxerstöckli) dehnt sich inblendendem Weiss und in zierlicher Form der langge-streckte Wall des BiiiHhierberiJinis aus, der an denStrubel erinnert. Auch der Saurenstock, der P. Segnes undder Ringelspitz sind von kleinen Gletschern umkränzt.

Hie Abdachung des Siii/rai/t/cs der Xordalpen istder ganzen Strecke des Xormalzuges entlang gegen dieThälcr der Rhone und des Rheins im allgemeinen steilund kurz abgebrochen. Zwar sendet derselbe eine Mengekleiner Sperren und kurze Yerästungen dagegen aus, diejedoch rasch in die Tiefe führen und ziemlich parallelneben einander verlauten. Diese Parallelkämme sindgewöhnlich durch tiefe Schluchten von einander getrennt,und durch diese strömen die Wildwasser heraus, um sichmit dem Hauptstrom zu vereinigen, gegen den sie lastdurchgehends in vertikaler Richtung ausmünden. Xurwenige von diesen Schluchten haben eine grössere Aus-dehnung, die ihnen den eigentlichen Thalcharakter ver-leihen könnte. Als solche erscheinen in der Reihenfolgevon Westen nach Osten das Lötschenthal, die mit Eisgefüllten Thäler des Aletsch- und Fieschergletschers, dasThal des Rhonegletschcrs, welche in das Rhonethal aus-münden, und das Ruseinthal im Bündneroherland.

Die Phvsiognomie des Gebirges, welches die südlicheAbdachung der Xordalpen bildet, zeigt in Bezug aufBodenkonfiguration und äussere Erscheinung den Grund-ton und diejenigen Variationen, welche einerseits der Baudes Hauptstammes bedingt, anderseits die klimatischenVerhältnisse auf die Vegetation ausüben. Einige Über-einstimmung findet sich zwischen der Strecke, welche die