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I (1896) Nordalpen / Gottlieb Studer
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Tagesanbruch legte sich der Wind und es ling an zuschneien. Um 3 Uhr brachen sie auf und erreichten um(>7 ü Uhr das Zelt, wo i hnen Siegen mit einer willkommenenFlasche Champagner entgegentrat. So endeten die Aben-teuer dieser anstreng enden Wanderung und dieser denk-würdigen .Nacht.

Der «Rote Turm» des Westgrates, welcher diePartien von Fellenbcrg und Coolidge zu einer schwie-rigen Umkletterung zwang, wurde tun 22. September1885 von Herrn C. Anders, S. A. C. Biel , mit denFührern Job. Kederhacher, .lug. Gentinetta und PeterPuppen bewältigt. Fs musste zu dem Zwecke eine etwa20 m. hohe, von schmalen, schräg aufwärts ziehendenRunsen durchsetzte, ziemlich senkrechte Felswand er-stiegen werden. Von der Hohe derselben führte einschmales, zerfressenes F'elsensträsschen, das die grössteYersieht erforderte und zum Teil rittlings passiert werdenmusste, zum Nordgipfel. Die leichtere und ganz unge-fährliche Variante nahm 30 Minuten in Anspruch, hatalso auch den Vorzug der Kürze.

Ein neuer W T eg auf das Bietschhorn wurde im Juli1878 ausgeforscht. MM. /. Oak/ey Mnund und C. T. Dent,A. C., mit ihren Führern foh. /nun und Andreas 5f<m-rcr brachen von einem bequemen Bivouakplatz im hin-tersten Grunde des Baltschiederthales am F'usse desFäschhorns, unweit der linkseitigen Moräne des Balt-schiedergletschers und oberhalb des Gletscherabsturzes,morgens 2 Uhr bei Laternenlicht zur Erklimmung desBietschhorns auf. Der Himmel war klar, obwohl siein der Nacht Gewitter gehabt hatten. Eine wüsteMoräne überschreitend, gewannen sie den Baltschieder -gletscher und erreichten die Schneehänge des AusserenBaltschiederlirns, welche zum Baltschiederjoch hinauf-