Am nächsten Morgen (den 26.) verliessen sie uni3 Uhr 30 Min. ihr Lager und gelangten bald nach Über-steigung des Schneefeldes auf das obere Hecken desHaltschiedergletschers. Man übersieht hier die ganzeAnstiegsrichtung vollständig.
ln die Bergseite zwischen Ost- und Südostgrat istein grosses Couloir eingeschnitten, dessen rechte Wand(rechts in der Anstiegsrichtung) von einem scharf mar-kierten, durch Nebencouloire ab und zu unterbrochenenFelsgrat gebildet wird. Dieser Grat und die Wand des-selben gegen das Couloir zu bildeten ihre Anstiegsrich-tung.
Um b Uhr 15 Min. erreichten sie den Bergschrund,wo sie bis 6 Uhr 45 Min. rasteten. Hierauf stiegen siedie Schneewand in der Richtung gegen das Couloir hinanund traversierten das untere Ende des eiserfüllten Cou-loirs, um die jenseitigen Felsen zu erreichen. Der weitereAnstieg erfolgte über den Grat oder in der Wand des-selben. Das Couloir darf nicht betreten werden, da essehr steinfallgefährlich ist. Stufen vielfach notwendig.0 Uhr 15 Spitze; 9 Uhr 45 Beginn des Abstieges aufdemselben Wege; 12 Uhr Bergschrund; 12 Uhr 45 Endedes Gletschers; 4 Uhr 20 Yisp.
Die Tour wird als schön und zur Traversierung desBerges geeignet empfohlen'), kann auch als vor Lawinenund Steinfällen sicher angesehen werden.
Selbst über die fürchterlich zerrissenen Wände hinauf,mit welchen das Bietschhorn nach Süden abstürzt, ist derGiptel, allerdings in schwerer Arbeit und bisher nur einmal,erreicht worden. Den ersten Versuch machte vom Balt-
•) Der Herausgeber verdankt diese bisher nicht gedruckte Mitteilungdes Herrn M. Ivuffner der freundlichen Vermittlung des Mr. Coolidge.