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I (1896) Nordalpen / Gottlieb Studer
Entstehung
Seite
337
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Sic bivouakicrten in einer Halm im Eämi (Hietschthal 1und begannen ihr schweres Werk am 2. September um3 Uhr 30 .Min. bei gutem, mildem Wetter. In einer Stundewar der ziemlich steile und anfänglich apere Gletschererreicht. Sie stiegen über diesen hinan, den Blick autdie Südwände des Bietschhorns gerichtet. Links (westlich)von dem von Brot. Schulz mit Burgener benutzten Cou-loir zog sich ein zweites in die Hohe, das unten wenigerleicht zugänglich schien, nach oben aber mehr Chancenbot, dem Gipfel nahe zu kommen. Sie stiegen also, zumeistaul den letztes Jahr eingeschlagenen Wegen, zunächstim östlichen Couloir empor. Gleich im Anfang wurdensie durch Steinlälle geängstigt. Da wo sich das Couloirzu einer Eisrinnc verengte, wichen sie nach links an denbeide Couloir trennenden Felsgrat aus, an dessen Ostseitesie sich emporzogen, die Grattürme so umgehend. Gele-gentlich muste auch eine steingefährdete Seitenrinne zumAufwärtskommen benutzt oder eine glatte Felswand, diePurtschellers und Emil Zsigmondys Kletterkunste aufdie Probe stellte, erstiegen werden, um wieder auf denGrat zu kommen. Beim Passieren einer Eiskante glittProf. Schulz aus und wäre ohne das Seil, welches dieGesellschaft übrigens nicht konstant, sondern nur anbesonders schwierigen Stellen verband, verloren gewesen.Von einem durch einen steilen Kamin erreichten grossenGrateinschnitt aus sahen sie in das westliche Couloirhinunter; da sich aber in demselben höher oben noch eingetrorner Wasserfall befand, umgingen sie diesen, indemsie längs des Felsgrates, an Scharten und Türmen vor-bei, noch weiter emporstiegen, bis sie zu oberst ins Cou-loir gelangen konnten, um von diesem über einen ver-eisten Felsgrat die Giplelcalotte zu gewinnen. Um 3 Uhr55 Min. standen sie bei dem Steinmann. Es war nebliges