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sie hervorstehende wurzeln, und stehen starb aufwärts. Das nolz der Kiefer iströthlieher, als das der Tanne, aber nicht so röthlich, als das der Lerche. Diezweige dieses Baumes bilden eine Krone, fallen gröfstentheils auf f der stammlängeab , und sind mehr gegen das zopf - als stammende gerichtet. Die Rinde ist orangeoder rothgelb und fein, unten am stamm ist sie gröber und aschgrau«
§. 5. Die Tanne widersteht im wasser der Fäulnifs , aber nur auf hurze zeitin der freyen Luft, es sey denn, dafs man sie mit einem Anstrich umgibt. Ihr hoIäist feinfaserigter, als das der Kiefer und richte ; es trocknet aber langsamer aus;So habe ich ein stück von einem cubik-schuh grofs, 14 Tage nachdem das Holzgefällt war, wägen lassen, welches 41 Pfund schwer war, und das erst drey Monatespäter, nur 2Ö pfund wog; wo hingegen das Fichtenholz bereits in drey Wochentrockner und verhältnifsmässig leichter war. Daher mufs man das Tannenholz län-ger, als das übrige Nadelholz vor dem Gebrauche austrocknen lassen. Das nolz derTannen ist im getrockneten zustande weislichter und weniger harzig, als das'derFichte, aber noch viel weniger als das der Kiefer. Daher ist es auch weniger elas-tisch, und kann nur im grünen zustande zu den curven der Bogenbrücken gebrauchtwerden. Die compacten Fibern fallen ins blafslederfarbene. Da dieses Holz verhält-nifsmässig mehr an Gewicht im trocknen zustande abnimmt, als das andere Nadel-holz , und längere zeit zum Austrocknen braucht, so ist es klar , dafs es von demzwischen den Fasern zirculirenden Liquor oder saft mehr enthält, als die übrigenNadelhölzer, folglich auch gröfsere pori hat, und nicht so elastisch ist. Die öftersvon der Erde pyramidalförmig bis zum Gipfcd gehenden zweige der Tanne sind län-ger , und stehen nicht so stark aufwärts , als bey der Fichte und Kiefer, ihre Nadeln*0 wie die ninde sind dunkler , als bey diesen.
Von der Tanne ist der saamen gröfser, als bey den übrigen Nadelhölzern, und dieSaamenkapseln sind aufwärts gerichtet. Die Nadeln stehen auf den zweigen und bey-den Seiten kammartig, aber einzeln in zweyfachen Reihen fast horizontal überein-ander. Sie sind breit gedrückt, nicht stechend, auf der Oberfläche dunkelgrün undglänzend, auf der untern Seite mit weissen, vertieften, und drey grünen erhabenenzarten streifen bezeichnet.
§. 6. Die Fichte, deren Nadeln breiter und deren Holz feinfaserigter ist, alsdas der Kiefer, erhält sich besser in der Luft als im Wasser, und ist daher zu denBogenhülzern, nicht aber zum Grundbau , dem Tannenholze vorzuziehen. Ihre com-pacten lederfarbigen oder ins gelblichte fallenden und Harz enthaltenden Fibern ste-hen näher zusammen, als die hochgelben Fibern der Kiefer. Der richte ihre wei-chen oder weissen Fasern bilden schmälere Streifen als die noch weichem Fasernder Tanne.. Die richte wächst auf den Vorgebirgen und auf den Ebenen im südli-chen Europa vorzüglich. Ihre »inde ist aschgrau oder braunroth, und an dem stam-me halten sich nicht so viele zweige, als an dem stamme der ranne, sondern sie
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