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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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trennen sich davon bis; auf eine gewisse Hohe. Der Fichte saamenkapseln oder zapfenhängen niederwärts. Da dieser Raum in unsern Gegenden sehr häufig ist, so wird derIngenieur genöthigt, sich desselben öfterer als er wünscht, zu bedienen. Wiewohldas Holz der Fichte länger im Freyen dauert, als das der Tanne, und es sich seinerElasticität wegen stark krümmen läfst, so ist es doch nicht dauerhaft, und im wasserbey weitem nicht so, als die übrigen Nadelhölzer. Indessen ist dasselbe auch getrock-net sehr elastisch ! So habe ich einen 5 3 f Fufs langen und 15 zoll starken trockenenBalken dergestalt krümmen lassen, dafs dessen Krümmunghöhe /^Theil der ränge betrug.

$. 7. Ausser der Elasticität haben die bis jetzt erwähnten Hölzer auch nochdie Eigenschaft, dafs sie bedeutend prefsbar, daher ihre Fibern ausdehnbar sind,worüber ich mehrere versuche, im Grofsen, angestellt habe , von denen ich einigein den royträgen zur Brückenbaukunde anführte, und die ich im 3ten Bande, beymBrückenbau, mitzutheilen gedenke. So hatten sich bey drey übereinander gebogenencurvenhölzern der Freysinger Isarbrücke, die aus zwey sögen, jeder von 15Q Fufsoeffnung besteht, die Fibern dergestalt, bey dem Krümmungs - Manöver, verändert:dafs nach der bewirkten Krümmung die Höhe des obern Balkens drey Linien stärker,des mittlern sechs Linien, und des untern drey Linien schwacher geworden war;ferner hatten sieh die Fibern nach der Breite ausgedehnt.

§. 8. Das Erlenholz ist besonders zu pfahl - und schwellrosten und zu Was-serrohren gut, (zu diesen letztem nimmt man auch die vlme, Kiefer und Esche )weil es der päulnifs widersteht, in der Ruft aber nicht dauert; zum pfahlgrundekann man die suche, den slatan, die Esche und vlme, welche alle, grün biegsamsind, (denn sie nehmen sehr an Härte zu, sobald sie ihren Saft verloren haben, dasist, ausgetrocknet sind) die Rüster , so wie die Erle und pappel gebrauchen, im Falles an Fichen, Lerchen, Kiefern und Tannen fehlt. Zu dem Bau der Bogenbrückensind sie aber nicht geschickt.

Der suchen giebt es zweyerley, nämlich l) die nothbuche, welche schlankaufwächst und eine harte Rinde hat, und 2) die weifsbuche, welche mehr in gröfsernzweigen auswächst und ein härteres Holz als die Rothbuche hat. Dieses letzterewird vorzüglich zu den Kämmen in den Maschinen und von den wagnern gebraucht.Die Kennzeichen des guten Buchen-Holzes sind beynahe eben die nämlichen, als beydem Nadelholze, Nur mufs es grün zum Grundbau gebraucht oder behauen werden,weil es sonst, der zunehmenden Härte wegen, schwerer zu behauen ist, und sich,so wie es trocknet, krümmen wird.

9. Ist das Holz stets mit wasser oder Grund bedeckt, und den Einwirkun-gen der Atmosphäre und sonne entzogen, so fault es nicht, von welcher Gattungman auch wählen mag, als worüber ich viele Erfahrungen, beym. Abbrechen ältererBauwerke, anführen könnte. -