XIV
Schiefer werden glänzend, sehr rein und lassen alle Nuan-cen der rothen, braunen, grünen Farbe erblicken.
Die Berhältnisse zwischen der Schichtung des FlyschcSund derjenigen der Gesteine der Centralmassen sind schwerzu entwirren: gewöhnlich sieht man den Flysch und einengraulichen Kalk unter die eentralcn Massen einfallen undso die unterste Grundlage des Alpcnsystemes, die uns nochsichtbar ist, bilden. Ueber dem Flysche ruhen Glimmer-schiefer und gneißartige Quarzite, die oft eine Ausdehnungvon mehreren Stunden erreichen; über diesen letzteren istdann der wahre Gneiß gelagert. Nach und nach richtetsich die Schichtung, welche vorher derjenigen des Flyscbesparallel lief, auf, wird vertikal und zeigt zuletzt aus demjenseitigen Abhänge deS Gebirgs eine ganz entgegengesetzteNeigung, indem von neuem unter den letzten krystallinischenSchiefern auch hier die Mergelschiefcr und die gemeinengrauen Kalke zu Tage gehen. Meistens ist übrigens dieGrenze zwischen den Schiefern des FlyschcS und den Glim-merschiefern so unbestimmt, daß es unmöglich ist zu sagen,wo die einen aufhören und die andern anfangen: der Flyschwird im Allgemeinen glänzender, nimmt bunte Färbungenan und man sieht in seinem Inneren Massen von wahremGlimmerschiefer und Quarzit auftreten; schon glaubt mansich inmitten centraler Massen, wenn plötzlich von neuemder Flysch und die Kalkschiefer erscheinen. Oft geht manStundenweit durch solche wechselnde Gesteine, bis man end-lich die Gewißheit erlangt, daß man vollkommen das Be-reich der krystallinischen Felsen betreten hat.
Anders verhält es sich an der Berührungsfläche derCentralmassen mit den mächtigen Kalk- und Schieferlagern,welche jene von Norden umgeben. Die Felsart, welche dieSchichten des Sekundärgebirges berührt, ist gewöhnlich