Entwurf
zu einer hölzernen Brücke über die Seine , am neuen Wallgang bei der
sogenannten Salpetersiederei.
Aer verstorbene Herr von Chamouzet, dieser eifrige Bürger, der sich nur mit Ent-würfen zum Nutzen für das gemeine Wesen und zur Unterstützung der Armen be-schäftigte, hatte vorgeschlagen, am neuen Wallgang bei der Salpetersiederei eine höl-zerne Brücke über die Seine zu bauen. Er hatte hierüber vom Könige ein Privilegium,und das Recht, einen Brückenzoll zu erheben, erhalten, um ihn wegen seiner Aus-lagen zu entschädigen. Diese Brücke würde in der That sehr nützlich zur Beschaffungeiner Verbindung zwischen den Vorstädten St. Marcel und St. Anton sein, und zugleichden Vortheil gewahren, daß Wagen mit Steinen und Kaufmannsgütern, welche nichtnach den innern Theilen von Paris selbst gehen, nicht durch die Stadt zu fahren brauchten.
Mittelst dieser Brücke,'und der, welche am Platze Ludwigs XV. erbaut werdensoll und gleiche Vortheile gewahren würde, könnte man um die ganze Stadt herum-kommen, ohne durch dieselbe selbst zu müssen, indem man dann immer auf den Wall-gängen bleiben könnte, und es würden dadurch nützliche Verbindungen in den äußernTheilen der Stadt eröffnet.
Bei dem Wunsche, Herrn von Chamouzet's gute Absichten zu befördern, haksich der Verfasser mit einem Entwurf zu dieser Brücke beschäftigt. Diese soll 7 Oeff-nnngen erhalte», jede, se von der Mitte einer der 6 doppelten Pfahlreihen bis zu deneiner andern oder der reinen Mauer der von Steinen aufzuführenden Stirnpfeiler,90 Fuß weit. Die Entfernung eines Stirnpfeilcrs vom andern soll 105 Toisen, unddie Breite der Brücke, mir Einschluß der Geländer, 27 Fuß betragen. (Man seheTafel zz.)
Die doppelten Pfahlrelhen, welche nach der Breite 6 Fuß von Mitte zu Mitteaus einander zu stehen kommen sollen, werden mit waagerechten Zangen auf dem Was-