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Die Wildbäche der Alpen : eine Darstellung ihrer Ursachen, Verheerungen und Bekämpfung als Beitrag zur physischen Geographie / von F.W. Paul Lehrmann
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alpen haben die Tauern auch an den Südabhängen starkhervortretende Sommerregen. Prettner unterscheidetfür Kärnthen 3 Zonen: erstens die Orte in der Central-zone mit 38 49 Procent Sommerregen, zweitens dieOrte an der Grenze der Central- und Kalkalpen mitvorherrschendem Sommerregen und einem secundärenMaximum im Herbst (Sachsenburg im Sommer 36, imHerbst 30 Procent) und drittens die Orte in den süd-lichen Kalkalpen mit vorwiegenden Herbstregen. Indem regenreichen Gailthal praevalirt schon der Herbstvor dem Sommer; Tröpölach z. B. hat 34 Procent seinerNiederschläge im Herbst, 30 im Sommer, Würmlach35 im Herbst, 28 im Sommer.

In Tolmezzo fallen mehr als 33 Procent der Nieder-schläge im Herbst (82 cm.), und ist hier der November,der schon in Conegliano dem October sehr nahe kommt,noch reicher an Niederschlägen als der October. InRaibl fallen im November, in Pontafel im Decemberdie stärksten Niederschläge.

Betrachten wir die einzelnen Monate, so ist ent-schieden für die zu den Flussgebieten des Po und Rhone gehörenden Alpen der October der regenreichste undgefährlichste Monat, nächst ihm kommt im Allgemeinender Juni, der auch dem Nordabhange oft sehr intensiveNiederschläge bringt, so dass man sagen kann, im Junimarkirt sich die Scheidewand der Alpen am wenigsten.Für die Thäler des Donau - und Rheingebiets haben wirVerwüstungen durch Regenüuthen hauptsächlich im Juliund August zu erwarten, so kommen z. B. in Glarus von1-h grossen "Wasserverheerungen seit dem Jahre 1460 aufden Juni 2, den Juli 7, August 5, September 3 und denOctober undDecember je 2 (6 ohne Angabe der Jahreszeit). 1 )

)Gemälde der Schwein, der Canton Glarus von Oswald Heer , pag. 101.

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