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losen Thalbewohner hereinbricht. Hoff 1 ) führt einBeispiel an, wo selbst eine Mittelschicht von nur 2 cm.Bicke einen Erdrutsch bedingte, und die grösste Zahldieser an „seelenzersetzender Unheimlichkeit“ (Ber-lepsch) dem Erdbeben gleichkommenden Katastrophenverdankt derartigen Verhältnissen seine Entstehung.
Je weicher das Gestein ist, nm so schnellere Fort-schritte macht die Erosion. Wo Felsarten verschiedenerHärte quer über parallele Thäler setzen, da zeigen alleeine gleichartige Stufenbildung, wie z. B. die bekanntenTauernthäler von Gastein , Rauris , Fusch und Caprun. 2 )Hie weichen Gesteine sind durchwaschen, soweit es dasdurch die härteren Felsriegel gebrochene Gefall ge-stattete. Ueber letztere braust der Bach in Fällen undStromschnellen hinweg und müht sich rastlos, sie zudurchsägen, während er weiter oberhalb an der Er-weiterung des Thals zu arbeiten beginnt. Beim Ueber-gang aus weichem in härteres Gestein pflegen sich daherdie Thäler zu verengern, die Thalböden zu verschwinden.Her schmale Anthracitstreifen östlich vom Mont Blanc wird vom Entremont- und Bagnethal durchschnitten, beibeiden Scheidungslinien haben die Wasser auf die leichtzerstörbaren Bildungen gewirkt und so in merkwürdigemBarallelismus die Thalgründe von Liddes und Chable gebildet. 8 ) Deutlich markirt sich bei allen zwischenBeuk und Sitten in das linke Bhoneufer mündendenBächen der Uebergang aus den leicht zerstörbarenSchiefern in die weiter unten anstehenden festen Kalke .
D v. Hoff' „Geschichte der natürlichen Veränderungen derErdoberfläche.“ Bd. III, pag. 25.
2 ) Vergl. Hauers „Geologische Uebersichtskarte der Oester-r“ichischen Monarchie.“ 1: 576000. Blatt V. und VI. — Ueber'b® Gasteiner Ache handelt eingehend Streffleur.
3 ) Geologische Karte der Schweiz . 1 :100000. Das südwestlicheWallis , dazu Beiträge von H. Ger lach. Bern , 1871. —