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fingen nach 3 — 4jährigen Beobachtungen der Regen-niesser über 20 — 30jährigem Eichen- und Buchenwald 24 mm., der über Nadelwald 57 mm. Regen mehr auf,als die 300 m. vom Walde entfernten, mit ihnen ingleicher Höhe angebrachten Regenmesser. Hie un-gleichen Differenzen möchte ich weniger auf specifischeEigenschaften des Laub- und Nadelwaldes zurückführen,als darauf, dass der Regenmesser von den Kronen desletzteren nur 3 m., vom ersten aber 7 m. entfernt war.Eie Ziffern sind nicht gross und nicht sicher genug, umals Grundlage für weitere Berechnungen zu dienen,immerhin sieht man, dass der Wald besonders in Ge-igen mit trockenen Sommern wohlthätig wirken kann,fiass also die Entwaldung in den Alpen am gefährlichstenw irkt in den südlichen Thälern des Yar und der Durance,' Wo die Sonne des Juli und August vom wolkenlosenHimmel niederbrennt.
Betrachten wir nun den Wald als Schutz gegenWildwasser und Ueberschwemmungen. Zunächst brichter durch die Kronen der Bäume die Kraft des nieder-schlagenden Wassers und hält einen Theil desselben inseinen Zweigen, Blättern und Nadeln zurück. Ton demau l den Boden fallenden und ableckenden Regen kommtNieder nur ein Theil zum Abfliessen, da Gras, Kraut,Hoos, Streu und Humusdecke beträchtliche Quantitätenin sich aufsaugen. Das abfliessende Wasser wird obeneinJeden Augenblick in seinem Laufe gehemmt, zu un-zähligen Umwegen gezwungen, dringt auch den denEoden lockernden Wurzeln folgend noch zum Theil inHe Tiefe. Mit dem Regen, der in einer Stunde aus demkahlen Sammelbecken eines Wildbaches in das Thal ge-Jangt, speist der haushälterische Wald, der durch den^chatten seiner Kronen die Verdunstung des in denöden gedrungenen Wassers hemmt, noch Monate lange ißen plätschernden befruchtenden Waldbach.