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Glenner und der vom Bärenhorn kommende Peiler diegewalttätigsten. Wo Rüfen ihnen in die Plankenfielen, stauten die Wasser sich auf und brachen dannmit verdoppelter Wuth durch. Am 29. erreichte derBhein sein höchstes Niveau, die ganze cultivirteStrecke unterhalb des Hofes Zafreila war in einerLänge von 3 Stunden überflutet und grösstentheilszerstört, 33 Gebäude wurden fortgerissen, 24 mehr oderminder beschädigt. Im Rheinwald war die Strasse an20 Stellen unterbrochen und ein Viertel ihrer ganzenLänge zerstört, im unteren Rheinthal standen die Bahn-höfe von Ragatz und Sargans unter Wasser und vonTrübbach abwärts bildete das breite Thal einen einzigenSee, in dessen Fluten neun Menschen ihr Leben ver=loren. Der angerichtete Schaden betrug für Graubünden 2,836,793, für St. Gallen 2,438,165 Frank.
Die meisten Geschiebe wurden dem Rhein durchdie Rüfen und Wildbäche zugeführt, welche den leichtverwitternden Thonschiefern entspringen und solcheauf grosse Längen durchschneiden, unter ihnen stehtobenan die Nolla, 1 ) welche vom Piz Beverin herab-kommt und in schwarzem, weichem Thonschiefer ein-geschnitten ist, der durch Beimischung von Kalk zu-weilen in Mergelschiefer übergeht. Bei einem Gefall,das selbst auf der untersten Strecke immer noch 4°beträgt, ist es natürlich, dass sie bei heftigen Regenso mächtige Muren zum Rhein hinabführt.
In Thusis sind für den ganzen September 199,9 mm.,den 28. Mittags 122 notirt. Am 27., Abends 10 Uhr,donnerte es vom Piz Beverin her und bald erschienendie Schlammmassen im Thal, untermischt mit Blöcken,von denen der grösste auf 2000 Kilogramm geschätzt