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Die Wildbäche der Alpen : eine Darstellung ihrer Ursachen, Verheerungen und Bekämpfung als Beitrag zur physischen Geographie / von F.W. Paul Lehrmann
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Durance, die bei einer Breite von 200 m. oft nichts alseine einzige Fiumara (Kieselwüste) bildet. Unterhalbdes Schuttkegels des St. Marthe -Wildbaches liegen16 Kiesbänke in dem vielfach getheilten Strom, undüber der Mündung des Ubaye, wo die Strasse 7 Klm.hart am Fusse der rechtsseitigen Gehänge hinführt, zeigtdie ganze durchschnittlich 600 m. breite Thalsohle nurKiesflächen und 28 aus dem breiten Flussbett empor-ragende Bänke. 1 )

Betrachten wir zum Schluss noch die ödeste Gruppeder Alpen , das Devoluy! Laspect de ce miserable pays sagt Surell pag. 180 serre läme: on le diraitfrappe de mort. La couleur pale et uniforme du sol,le silence qui pese sur les campagnes, le spectaclehideux de ces montagnes, tout annonce une terre dla vie se retire. Dabei trifft man an den Flankender Berge auf Spuren alter Waldungen und Culturen!Die Entstehung mancher Torrenten sah ein noch heutenicht ausgestorbenes Geschlecht, vor dessen Augenganze Partien der montagne dAurouze (2712 m.) wieein einziger Block in denSchlund des Torrent Labeouxhinabrutschten.

Heute hat man auch hier den Kampf gegen dieWildbäche bereits aufgenommen, er wird aber schwerund langwierig sein, soll wieder .ein wirklich be-friedigender Zustand geschaffen werden. Ce nest plusune montagne, cest le squelette dune montagne ruftein Besucher der jüngsten Zeit aus, frappirt von demkahlen Eindruck der Aurouze. 2 )

J ) Carte topographique de la France 1:100,000, Section GapNo. 200.

2 ) Cardot imAnnuaire du Club Alpin framjais 1876; 3. Jahr-gang, Paris 1877, pag. 535.