Waldungen von Sisteron , Salignac und einigen anderenOrten während der Jahre 1855—61 an 300 seiner auseinfachen Faschinen bestehenden „barrages Jourdan“gebaut, die zum grössten Theil 8—10 Klm. von seinemWohnort entfernt lagen. Von der Societe imperialeet centrale d’agriculture, die es „rührend“ fand, dassein so einfacher Mensch „ein Problem löste, über dasdie Gelehrten hin und her stritten“, wurde dem Retter; von Dörfern und Culturen eine goldene Medaille in An-' erkennung seiner Verdienste übersandt. Was könnte! geleistet werden, wenn solche Beispiele Nachahmungj fänden und das Bewusstsein von der Bedeutung solcherSchutzmassregeln unter der Bevölkerung Platz griffe!j Auch noch im Sammelcanal findet der Faschinen-
i bau zur Construction grösserer Thalsperren Anwendung,macht aber hier, bei einem Drucke, der selbst ausdicken übereinander gelegten Baumstämmen erbauteSperren nicht sowohl verschoben, als geradezu durch-brochen hat, umfassende Vorrichtungen zur Befestigungnöthig (siehe besonders die Tafeln bei Duile). Be-sonders an perennirenden Bächen, welche viel feinenthonigen und kalkigen Detritus führen, empfiehlt sichder Bau dieser Sperren, die dann bald verschlicken undlange widerstehen.
Wo geeignetes Steinmaterial vorhanden ist, wirdman am besten zu diesem greifen. Der Bau derSperren ist einfach, erfordert aber dennoch, da sie so-wohl gegen Durchbrechung als Umgehung und Unter-waschung gesichert sein müssen, schon in Betreff derAuswahl des Platzes Kenntniss und Umsicht. Steile,widerstandsfähige Ufer und ein möglichst fester Unter-grund sind neben massigem Gefäll auf der betreffendenThalstrecke (siehe oben) wesentliche Erfordernisse. Dieaus möglichst grossen quaderförmigen Blöcken erbautenMauern werden, um ihre Widerstandskraft zu erhöhen,