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nachdrüklich fortzusezen. Für diese schon ausgeführten Arbeiten istaber sehr zu befürchten, daß sie zerstört werden, wenn mit der Ufer-Verdauung auf dem linken Ufer nicht gleichzeitig und gleichmäßig fort-geschritten wird. Es ist daher nur billig, diese Verhältnisse bei derRevision des Voranschlages besser zu berüksichtigen.
Zunächst oberhalb der Brüke von Saillon handelt es sich darum,die starke Kurve der Rhone so zu regeln, daß sie besser in die geradeLinie gegen Mezembro hinab tangirt. Unterhalb der Brüke findetman auf beiden Ufern von den Gemeinden Saillon und Saxon sehrzwekmäßig angelegte und ausgedehnte neue Korrektionsbauten, die aberbei Saxon nur noch aus angefangenen Sporen bestehen und allmäligganz aufhören. Man befindet sich hier in einem breiten verwüsteten sFlußgebiete, welches so zu sagen keinen Eigenthümer oder doch wenig- ^stens keinen Werth hat. Diesen Umstand wollten einige Betheiligte !zur Ausführung eines ganz geraden und sehr langen Durchstiches be- ;nuzen, wie ein solcher schon im Jahr 1808 angenommen gewesen sei. !Die Herren Kantonsingenieure haben in einem Gutachten vom 16. !Januar 1861 von einem solchen Plane abgerathen, da die Ausfüh-rung sehr viele Schwierigkeiten darbieten und sehr zeitraubend und ^kostspielig werden würde. Der Staatsrath ist laut Beschluß voM '8. April 1861 dieser Ansicht beigetreten. Da aber das dafür ange- >nommene Projekt noch einige Kurven enthält, die wir sehr zu ver-meiden wünschen, so schlagen wir einen Durchstich von nur 7000Fuß in der Richtung des schon bestehenden Htnterdammes vor, wiewir in dem von Herrn Kantonsingenieur aufgenommenen Plane mitblauer Tinte hineingezeichnet haben. Unser Projekt ist um so eherannehmbar, da es bedeutend weniger Kosten verursacht und wenigerArbeit erfordert, als dasjenige von 1808, was sehr zu berüksichtigenist, indem die Gemeinden nicht allein äußerst arm, sondern auch soschwach an Bevölkerung sind, daß z. B. Saillon nur 64, Riddes 125,Charrat 105 arbeitsfähige Männer zählt und dabei neue Bautenvon 7000 bis 20,000 current Fuß Länge auszuführen und zu unter-halten haben, die Seitenwildbäche und Wasserleitungen nicht ge-rechnet
Es wird hier der Plaz sein, den Uebelstand hervorzuheben,welcher auch im ganzen Oberwallis vorkommt und der den Bau undden Unterhalt der Ufer sehr beschwerlich macht, nämlich den, daß dieGemeinden sehr häufig nicht allein an beiden Ufern der Rhone bau-pflichtig sind, sondern auch an Stellen, wo ganz andere Gemeindenoder Korporationen das Land besizen. Die Gemeinden müssen oft,um fremdes Land zu schüzen, über die Rhone hinüber gehen, wozusie oft nicht einmal eine Brüke haben, und müssen gewärtigen, daßandere Gemeinden sich nicht einmal veranlaßt sehen, ihre eigenenMatten und Wohnungen dem Untergänge zu entziehen. Wir stellendaher den Antrag, daß darauf hingewirkt werde, diese Mißverhält-nisse aufzuheben, so daß in Zukunft jede Gemeinde nur auf der Seite