Buch 
Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
Entstehung
Seite
31
JPEG-Download
 

21

.Dicke zulassen, indem die Kieselstraßen zwischen London und Dower, nur ein Kieselbett von 12 bis i; SollHöhe haben, fast überall übertrieben worden, woranohne Zweifel die Nachrichten Schuld sind, welche manvon den römischen Straßen hak, die uns von ihremstarken Körper erzählen, und daß sie aus mehrerenSteinlagen und Cementguß gemacht seyen! Zuverläs-sig übertreibt man aber die Sache, wenn man glaubt,daß. die Römer einen Cement zu ihren Straßen ge-brauchten. Man wird nämlich beym Aufbrechen ei-ner in unsern Zeiten vollkommen gut gebauten undmusterhaft mit Kalksteinen unterhaltenen Straße fin-den, daß sich in dem Straßenkörper, mittelst der ver-schiedenen aufgeschütteten Steinlagen und der darineingedrungenen Nasse eine ccmentartige Masse for-mirt hat.

Die aus der Erfahrung gezogenen und auf unsreStraßen in Hinsicht der Dicke des Straßenkörpersder Kunstwege passenden Regeln werden sich am be»quemsten übersehen lassen und dem Straßenbaukundi-gen gegenwärtig seyn, wenn ich sie in einer Tabelleaufstelle. Die praktische Bestimmung hierüber auffestem Boden, und zwar in dessen Mitte der Straße,wobey jedoch vorausgesetzt ist, daß die Kunststraßenstets zweckmässig unterhalten werden, ist folgende,wenn man dabey auf die Breite der Felgen von denFuhrwerken Rücksicht nimmt, welches allerdings noth»wendig ist und nicht zu oft berücksichtigt werden kann,da die schmalen Felgen den frühen Ruin der Stras-sen hervorbringen.