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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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Seite
33
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Fünfter Abschnitt.

Von der Steigung der Straßen.

h. r8.

3"r Schonung des Zugviehes/ die man so viel alsmöglich befördern muß, tragt natürlich die horizontaleLage einer Chaussee (ihrer Lange nach) wesentlich bey.Es muß also dahin getrachtet werden, daß die Straf,scn so wenig als möglich steigen. Will ckan langeBergstrecken ohne Vorspann und ohne zu harte An«sircngung des Zugviehes befahren, so muß der darüberführende Weg nicht über drey Zoll auf die Klafter stet«gen; vier Zoll Steigung darf nicht über zwey bisvierhundert Klafter in einem fortgehen, sonst müssendie auf der Ebene ohne Vorspann gezogenen Lastwagen,für welchen man auf guten Straßen für jedes starkePferd fünfzehn Zentner rechnet, schon Vorspann ha«ben. Ich kann hierüber mit um so größerer Zuver«sicht urtheilen, da ich von vielen hundert Meilen Ge«birgsstraßen das Fallen und Steigen kenne. Keingründlicher Praktiker wird daher behaupten: daß 4 ZollSteigung auf die Klafter bequem für das Zugvieh sey,ja es mag dieselbe nur mit der äussersten Nothwendig,keit entschuldigt werden. Was soll man aber dazu sa«gen, wenn man die sonderbare Behauptung hört, daßdie mit vier Zoll steigenden Straßen so gut sind, daß

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