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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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43
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nen, deren man sich bedienen kann, um dieses Stein-gerölle für die Wege unschädlich zu machen. Daserste Mittel besieht darin, daß man unterhalb solcherVergschluchtcn lab. II. liZ. 12. er, in welchen dasGerölle herabgleitet, über die Straße hin, ein Ge-wölbe 1 r. a, oder auch ein hölzernes Plankenbett,welches beides Schutt-Tenne genannt werden kann,anlegt, worunter die Fuhrwerke wegfahren. DessenScitcnwände müssen so hoch seyn, daß die Steinenicht seitwärts aus demselben auf die Straße heraus-fallen, sondern über dasselbe Hinweggleiten und inden Abgrund stürzen.

Diese Vorrichkung ließe sich an vielen Gebirgs-straßen mit Nutzen anwenden, insonderheit, wenn ober-halb der Schutt-Tenne in dem Thale eine Queermaucroder Balkenwand von gleicher Höhe angelegt würde,die das aus der weiten Bergschluchk auf die Straßestürzende Wasser und Steingerölle dergestalt beysam-men halt, daß es über die Schutt-Tenne Herabgleitenmuß. Auch zur unschädlichen Ableitung der über Berg-abhängen rollenden Schnee-Lavinen, kann man solcheBalkenpritschen, unter die der Fuhrmann bequem durch-fahren muß, anlegen. Da, wo die Steine wohlfeilsind, mögen dergleichen Durchfahrten aus Gewölbenbestehen.

Die zweyte Vorrichtung, um Straßen gegen dasaus tiefen Thalern herabrollende Geschiebe oder Stein-gerölle zu beschützen, besteht eben in einer solchen so-liden Thalsperre, die aber zugleich einen Wassersiur;formiren muß, wie lad. II. liZ. 16. er zeigt. Dieses