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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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Seite
44
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Wehr muß nach einer krummen Linie gebildet, mit ei.nem massiven Sturzbette versehen seyn, und so weitvon der Straße entfernt liegen, daß das auf das ab.hängige Sturzbett gefallene Material und Wasser dieWiderlager der Brücke d nicht mehr angreifen kann,sondern unter dieselbe sanft abfließt, und sich dann indas Bett des nahen Wildbaches, (den ich hier vor-aussetze) ergießt. Solche Wehre müssen übrigens anallen Thalern, aus denen das Wasser in die Straßen«graben fallt, angelegt werden, damit dessen Geschwür,digkeit gehemmt ist, bevor es diese Gräben die Brü«cken und Durchlässe erreicht, und dieselben nicht zer.stört werden. Wo man sie also nicht von Steinenaufführen kann, da mögen Faschinen und Balkenwändeund mit Steinen gefüllte Holzkästen gebraucht werden,wovon die Construction allgemein bekannt ist. Auchkann man mehrere solche Wasserfälle oder Lhalspcrrenhinter einander anlegen. Selbst vor jedem großenDurchlässe muß, bey einem starken Abfall der Graben-sohle, ein Ueberfall l'ad.I. 10. Z Statt finden,damit das dadurch strömende Wasser, die Sohle desDurchlasses nicht beschädige. Auch muß man — beythonigtcm, wasserhaltendem Terrain und bey Bergen,die aus Steingerölle bestehen — es weder an den nö«thigen Stützmauern längs den Berglehnen, noch anden Verzäunungen und Pflanzungen der Berge oderan Steinböschungcn und Balkenwänden fehlen lassen;endlich die auf solche den Straßen und Ortschaftengefährlichen Bergen die Waldungen conserviren, undunter keinem Dorwande, wie es leider besonders in