sungen der Flüsse und Wildbäche, noch von Schnee-lavinen oder dem Steingerölle und Erdgcschiebe *)welches von den Bergen bey heftigen Regengüssen unddem Aufkhanen des Schnees herabstürzt oder gleitet,unterbrochen wird und austrockne. Insonderheit sindin gebirgigtcn Landern die Wildbache, welche ungeheureSteine führen, so wie die aus Sand, Thon und Sand«steinen bestehenden und mit Wasser geschwängerten Bergegefährlich für die Straßen. Diese müssen also, wo eSnur immer thunlich ist, vermieden werden, welches je«doch in Gebirgslandern nur selten geschehen kann.
Der oben angeführten Absicht wird sich der Straf»senbaukundige also so viel, als die Lokalität und derZustand des Wegebaufonds es gestatten, nähern; a) wenner die Dammstraßen IRZ. i3. wenigstens zwey Schuh
*) Für die Plätze, aus denen das von solchen Bergen, welchea»S einzelnen großen und kleinen Steinen bestehen, her»unter rollende Sleingcrölle sich sammelt, giebt es imHochdeutschen keine Benennung. 2» Tyrol, welchesdas Land ist, worin die Steine von den Bergen in un-geheuren Massen herunter rollen, heißt man solches ander Berglehne liegende Steingerölle: eine Bergmubre.Bringt ein Wildbach diese Steine, so heißt die Stein-masse: eine Bachmuhre. In diesem Lande wird zu Früh.lingsieiten von den Berg- und Bachmuhrcn die Passagezuweilen auf einige Straßen gesperrt. Denn es rollenvon den Bergen selbst Steine, die mehrere hundert Deut'ncr schwer sind, in kleinen und großen Haufen. Ts be-darf daher gut gewählter Mittel, um dieses Stcingervllcunschädlich für die Straßen zu machen. Ich will hiernun eine Bcrgmuhre durch Verggerölle, und ein«Bachmuhre durch Bachgervlle übersetzen.