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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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58
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welche bey der Anlage einigen vielbedeutenden Herrengehörten und nicht ;um Festen des Handels und desVerkehres gebaut worden! Nothwendig ist daher diegenaue Aufnahme der Gegend, um die besten Straßen-züge zu wählen, und eine große Unparteilichkeit, welcheallen dem Staatsdienste ergebenen Beamten so vieleFeinde macht; nicht selten verkannt, oder doch zum wonigsten übersehen und nur von wahrhaft großen ander Spitze der Geschäfte stehenden Männern gewür-digt wird.

Billigerweise sollten daher keine Straßenbau-Ingenieure, vielweniger Jnspectoren angestellt werden,die nicht topographisch aufnehmen und nivelliren kön-nen und schon Praxis im Bau der Straßen haben.Freilich sollten sie auch gut bezahlt seyn und gegenungerechte Angriffe mit Nachdruck geschüzt werden.Für geringe Bezahlung werden weder geschickte nochfleißige Subjekte, die hundertfach dasjenige ersparen,was sie an Gehalt bekommen, dienen wollen! Mankann daher leider nur wenige solche vorzügliche Sub-jekte finden, und wollte man sie gleich hoch bezahlen,denn es fehlte bis jezt in vielen Ländern an Gelegen-heit zur Ausbildung, und die schwache Hoffnung einesglücklichen Fortkommens in diesem Fache schreckte ver-mögende und manche talentvolle Jünglinge ab, sich dar-auf zu legen, und deßwegen zu reisen.

H. Z7.

Eine gute Kunststraße muß auch dergestalt ange-legt werden, daß die Passage weder von den Anschwel-