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Vorzüglich muß der BaukiMdige sich überall indem Staate, worin er bauen soll, nach den Baumate-rialien umsehen. Er hat die Dauer der aufgeführtenWerke zu erforschen, und Erkundigung einzuziehen, woherihre Bestandtheile genommen wurden. So fand ich beyder Local Untersuchung des Marchfiusses, die rch anstellte,um darauf die Vorschlage zu dessen bessern Leitung undSchiffbarmachung zu gründen, daß man sich zu den Mühl-wchren des bey dem Dorfe Chorowitz in Mahren ge-brannten Kalkes bediente, und der aus der Halste Sandbestehende Mörtel in wenigen Tagen im Wasser erhärtet,sogar dem Traß - und Pozzolan-Mörtel wenig an Gütenachstehet. Ware dieser Kalk in Wien vor zehen Jah-ren bekannt gewesen; so würden nicht nur große Sum-men, die man jezt auf die Verfertigung des Ziegcimehlsund des Ochlküttes verwendet, erspart, sondern auchviele Anlagen dauerhafter erbaut worden seyn.
Jedes Bau-Departement oder jede Bau-Directionsollte daher eine Sammlung der im Lande befindlichenBaumaterialien, eine Analyse ihrer Beschaffenheit undNachrichten über ihre Dauer vor sich haben. Dervortrcfliche Perronet hat eine solche Sammlung vonBausteinen aus den besten Brüchen Frankreichs ge-macht, wovon jeder Würfel r? Cubik Zoll groß ist, dieich in Paris bey dem würdigen Jnspecror der Schule desBrücken - und Wegebaues Herrn lo gesehen habe.
In Preußen hat das Oberbau-Departement schonallein durch den Eifer, womit es die Baumaterialienin den Provinzen untersuchte, sich um das PreußischeBauwesen große Verdienste erworben. Wahrlich, ein