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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
Entstehung
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103
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Können werben, welches aus den Flässen beym nie-drigsten Stande geschehen sollte, aber leider! meistensverabsäumt wird.

In Gruben, worin der Kies von sehr verschie-dener Größe ist, muß der große, mittlere und kleinefür sich sortirt werden, weil die einzelnen großenSteine Schlaglöcher in die Straße machen und demFuhrwerke Stöße verursachen. Wo es sich der Mühelohnt und an kleinem Kiesel Mangel ist, müssen dieauf Haufen gelegten großen Steine gleich in der Grube,die auf die Straßen gebrachten aber in Haufen zerschla-gen werden, weil auf diese Art dieß leichter geschieht, alswenn sie einzeln liegen. Solcher Kies, der viele Erde,Thon und Lehmtheile enthalt, ist durch ein von Drath ge-flochtenes Gitterwerk, oder zwischen hölzernen Prisma,tischen auf einem Rahmen genagelte Stangen durchzu«werfen, und zwar bey trockener Witterung, damit dieKiesel vor das Wurfgitter, die Erde und der Thonaber durch dasselbe fallen, welches bey nasser Witte-rung nicht geschieht, indem alsdann beide leztern anden Kieseln kleben bleiben. Diese Absonderung ist sonöthig, daß sonst die Straßen niemals fest und dauer-haft werden können. Das Durchwerfen darf daherbey allem solchem Materielle, worin die erwähnte Mi-schung Statt findet, eben so wenig als die Anschaf-fung guter Materialien unterlassen werden. Ja, die-jenigen, welche zur Ersparung der ersten Ausgabenden nahe an der Straße oder an der Erdoberflächeliegenden weichen Bruchstein oder Kies nehmen und denweiter entfernten, oder tiefer liegenden Basalt oder